Cannabis Ärzte

Ihren Arzt überzeugen

Tipps für eine Cannabis Therapie bei Ihrem "Haus"-Arzt

Übersicht zum Thema

Ein Problem – Jeder Patient ist sich selbst überlassen

Das „Cannabis als Medizin“-Gesetz gibt es zwar seit über vier Jahren, aber tatsächlich sind die Schwierigkeiten für die Patienten immer noch zahlreich und oft sehr ärgerlich und anstrengend. Die Vorurteile gegenüber Cannabis auf Rezept sind groß, die Ärzte schlecht informiert und die Krankenkassen drängen lieber zur Verschreibung von Opiaten und Opioiden, die teils zu schweren Nebenwirkungen und Abhängigkeiten führen, anstatt ein natürliches Gewächs zu verschreiben. Die Unsicherheiten und Hürden sind sehr groß, sowohl bei Patienten, Angehörigen und Ärzten.

Der erste richtige Schritt ist sich vollumfänglich über Cannabis zu informieren. Dabei unterstützen wir Sie mit unserem Informaterial inkl. nötigen Unterlagen zum Ausstellen eines Cannabisrezepts durch Ihren Arzt. 

Wir erhalten täglich zahlreiche Nachrichten von Patienten, die sich fragen, wie Sie an einen passenden Arzt gelangen, der Ihnen ein Rezept für Cannabis ausstellt. Generell können Sie eine Cannabistherapie bei Ihrem Hausarzt oder auch bei jedem anderen beruflich qualifizierten Arzt beginnen. Praktisch gesehen gibt es unterschiedliche Gründe, weshalb es nicht einfach ist, einen solchen Arzt zu finden. Dennoch ist die Ausgangslage für einen Cannabispatienten identisch mit der eines Patienten, der Opioid-Schmerzmittel oder Methylphenidat als Medikament erhält. In der Praxis ist die Angelegenheit mit Cannabis meist komplexer und deutlich von einer Normalität entfernt.

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Einige Aussagen von Ärzten

Die Vorurteile von Ärzten gegenüber Cannabis sind bei Patienten ein Dauerthema. Folgende exemplarische Aussagen von Ärzten, die Patienten erhalten haben und uns weiterleiteten, erhalten wir zur Genüge. Auch Sie müssen diese Vorurteile und Mythen antizipieren und sich darauf vorbereiten.

  • „Cannabis ist eine Einstiegsdroge.“
  • „Ich will nichts mit Cannabis zu tun haben“
  • „Sie könnten mit der Therapie eine Abhängig auf Cannabis entwickeln.“
  • „Muss der Patient am Ende der Therapie in Entzug gehen?“
  • „Als Arzt habe ich damit nichts zu tun und kenne mich mit dem Thema auch nicht aus.“
  • „Wenn ich Ihnen das verschreibe, kommen morgen Hunderte von Kiffern zu mir und ich bin als Cannabis-Arzt berüchtigt.“
  • „Sie wollen nur umsonst Gras rauchen.“
  • „Ich weiß nicht, wie ich Ihnen medizinisches Cannabis verschreiben soll. Das ist ein hoher bürokratischer Aufwand. „
  • „Ich verschreibe keine Betäubungsmittel und habe nicht einmal die Qualifikationen für Cannabis.“
  • „Ich befürchte, dass die Krankenkasse auf eine so teure Therapie zurückgreifen wird.“
  • „Das Praxisbudget reicht nicht für solch eine Therapie“
  • „Ich darf Ihnen überhaupt kein medizinisches Cannabis verschreiben. Hanf ist eine illegale Droge. „
  • „Die meisten Patienten tun nur so als wären sie krank, um Cannabis zu bekommen.“
  • „Medizinisches Cannabis kann Patienten schizophren machen oder andere psychische Probleme verursachen.“

Hebeln Sie diese Aussagen mit unseren Infomaterial (Antrag) ganz einfach aus.

Mit Fakten gegen Vorurteile und Mythen (Verständnis zeigen)

In der Praxis ist Cannabis auf Rezept noch weit von der Standardversorgung entfernt und für Ärzte alles andere als normal. Die Reaktionen zahlreicher Ärzte, die sich für ihre Patienten engagieren, sind verhalten bis fragwürdig. Bei der Frage nach Cannabis erfahren Patienten eine pauschale Ablehnung, Telefonate werden einfach beendet, manche Patienten erleiden verbale Verurteilungen oder den Verdacht auf Cannabissucht. Patienten müssen erleben, dass ihr langjähriger Arzt sie mehr oder weniger freundlich rauswirft. Einen Arzt zu finden ist ein Kampf.

Die Bedenken der Ärzte müssen respektiert werden. Ein Arzt sollte nach bestem Wissen und Gewissen handeln und sich auch an die gesetzlichen Regeln halten. Tut er dies nicht, drohen ihm berufliche und finanzielle Sanktionen. Daher macht es keinen Sinn, Ihren Arzt zu einer Cannabistherapie zu zwingen oder sie einfach aus Gunst oder Mitgefühl zu erhalten. Patienten und Ärzte müssen in gegenseitigem Respekt zusammenarbeiten, anders geht es nicht.

Verkehrte Welt – Patienten müssen Ärzte informieren

Die meisten Ärzte müssen sich zunächst selbst über das Thema informieren. Denn derzeit gibt es wenige Aus- und Weiterbildungsangebote zum Thema „Cannabis als Medizin“. Daher informieren sich viele Patienten ausführlich über das Internet. Der Arzt sollte damit nicht überfordert, sondern in kleinen Stücken ermutigt werden, sich dem Thema zu öffnen. Die üblichen Bedingungen umzukehren ist nicht so einfach. Normalerweise weiß der Arzt mehr als der Patient. Bei Cannabis kann es umgekehrt sein, was auf zwischenmenschlicher Ebene zu Problemen führen kann.

Zeitfaktor für „solche“ Patienten

Argument: „Ich weiß nicht, wie ich Ihnen medizinisches Cannabis verschreiben soll. Das ist ein hoher bürokratischer Aufwand. „

Cannabispatienten sind zeitaufwendig. Die meiste Zeit haben sie mit Akten voller Diagnosen und Arztberichte einen langen Weg zurückgelegt. Die Therapie mit Cannabis, inklusive begleitender Befragung, Kostenaufforderung und Hilfe im Kampf gegen die Krankenversicherung, ist die eigentliche Aufgabe. Zeit ist ein kostbares Gut und ausführliche Gespräche mit Patienten werden von den Krankenkassen nicht oder nur teilweise erstattet. Jeder Patient, dem mehr Zeit gegeben wird, verengt das Zeitfenster des anderen. Wenn Patienten mit dem ungewöhnlichen Wunsch nach einer Cannabistherapie ankommen, muss der Arzt – egal wie aufgeschlossen er dem Thema gegenübersteht – genau überlegen, ob er dazu in der Lage ist. Gleiches gilt für die Zeit, die einem Arzt für die Weiterbildung zur Verfügung steht.

Haftung und Regress

Argument: „Ich fürchte den Regress der Krankenkasse bei einer so teuren Therapie.“

Der Arzt haftet für jede Therapie und damit für jede Verordnung. Im Streitfall reicht es nicht aus, nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt zu haben. Ärzte verschreiben in der Regel Medikamente, die in medizinischen Leitlinien empfohlen werden, und diese Medikamente haben Packungsbeilagen und sind für die spezifische Diagnose zugelassen. Es gibt keine Richtlinien oder Packungsbeilagen für Cannabisblüten. Allerdings kann sich der Arzt mit einem ausführlichen und dokumentierten Beratungsgespräch rechtlich absichern.

Verschreibt ein Arzt Medikamente und die Kosten übersteigen das ihm zur Verfügung stehende Budget, muss er dies gegenüber der Krankenkasse begründen. Sofern Cannabis nicht wie andere teure Medikamente vom Budget ausgenommen ist, haben Ärzte, die vielen Patienten Cannabisblüten verschreiben, Regressansprüche. Im Extremfall haften sie mit ihrem Privatvermögen und müssen Privatinsolvenz anmelden.

Viele Patienten suchen passende Ärzte

Menschen, denen medizinisches Cannabis helfen könnte, haben Schwierigkeiten, einen Arzt zu finden, der bereit ist, eine medizinische Cannabistherapie in Erwägung zu ziehen. Medizinisches Cannabis ist für viele Ärzte noch Neuland. Zum Zeitpunkt ihres Studiums hatten Mediziner im Allgemeinen noch nichts über medizinisches Cannabis gelernt. Es gibt einige Vorurteile über die Verwendung von medizinischem Cannabis. Viele Mediziner lehnen eine Behandlung mit medizinischem Cannabis aus Behandlungsgründen zunächst oder grundsätzlich ab.

Unsere Plattform hilft vielen Patienten, die einen Arzt passenden zu finden. Auch gibt es immer mehr Cannabispatientengruppen oder -organisationen zum Thema medizinisches Cannabis. Dies kann bei der Suche nach einem informierten Arzt hilfreich sein. Ein alternativer Ansprechpartner in Deutschland ist die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM) und dem dazugehörigen Selbsthilfenetzwerk Cannabismedizin (SCM).

Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt

Erste Anlaufstelle für medizinisches Cannabis als Therapieform ist der bisher behandelnde Arzt. Auf diese Gespräche sollten Sie sich rechtzeitig vorbereiten. Es wird wahrscheinlich mehrere Gespräche dauern. Der Arzt sollte zu diesem Thema vorsichtig angesprochen werden.

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Zunächst kann der Patient seine Krankheits- und Leidensgeschichte darstellen und erklären, warum der Verdacht besteht, dass medizinisches Cannabis helfen könnte. Hier kann man nur „vermuten“, auch wenn man es eigentlich besser weiß. Hier können unsere Berichte und Fachartikel über andere Patienten sehr hilfreich sein. Vorsichtig sollte man die eigenen Versuche mit Cannabis erwähnen. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Arzt gute, professionelle Informationen über medizinisches Cannabis und das Gesetz und Ihren Zustand geben.

Hochwertige Informationen helfen, Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Seien Sie offen für Reaktionen und mögliche Alternativvorschläge. Berührungsängste tolerieren und gemeinsam an das Thema herangehen. Überfordern Sie Ihren Arzt nicht. Wie im Leben üblich: Niemand gibt zu, wenig zu wissen. Fragen Sie nicht, lassen Sie Ihren Arzt Vorschläge machen. Wirken die Gespräche nicht, können weitere Ärzte hinzugezogen oder Alternativen aufgesucht werden. Auch diese müssen geduldig mit Informationen versorgt werden. Zeitungsartikel über Patienten und Ärzte können hilfreich sein. Achten Sie auf die Ernsthaftigkeit der Informationen, um von Ihrem Arzt ernst genommen zu werden. Wenn Sie andere Patienten treffen, Erfahrungen mit Cannabis als Arzneimittel haben oder bereits eine Therapie mit Cannabis erhalten, bringen Sie diese zu Ihrem Arzt.

Einige Tipps für die Arztsuche

Ärzte mit folgenden Fachrichtungen dürften Cannabis gegenüber offener sein:

  • Suchtmedizin
  • Neurologie
  • Schmerzmedizin
  • Naturheilkunde
  • HIV-Praxen
  • Onkologie
  • Anästhesiologie

Die örtliche Kassenärztliche Vereinigung, Berufsgenossenschaften, örtliche Gesundheitsberatungsstellen und Selbsthilfegruppen sind gute Anlaufstellen für die Arztsuche. Das Wichtigste ist, sich auf die Suche zu machen.

Es gibt genügend Ärzte, die offen für eine Cannabistherapie sind. Beginnen Sie mit Ihrem Hausarzt, der Sie am besten kennt. Bei Problemen oder Fragen: Wenden Sie sich an Cannabis Ärzte, Ihre Krankenkasse, die zuständige Kassenärztliche Vereinigung oder die Ärztekammer, die oberste Gesundheitsbehörde des Landes und ggf. Bezirks- und Landkreise, die Rechts- und Dienstaufsicht der Problemstelle, Kommunalpolitiker, zuständige Minister und Bundestagsabgeordnete sowie Patientenvertreter und diverse andere Vertreter des Landes und anderer Gremien.

Aussagen von Ärzten im Faktencheck

  1. „Ich verschreibe keine Betäubungsmittel und habe nicht einmal die Qualifikationen.“

Bewertung: 95% Mythos, 5% Aufwand.

Jeder Arzt, egal ob Hausarzt oder Facharzt, darf Cannabis als Medizin verschreiben. Die Allgemeinmedizin ist ein Fachgebiet der Medizin. In vielen Fällen ist der Hausarzt der erste und oft der einzige Ansprechpartner. Wenn es um Cannabis als Medizin geht, kann ein Hausarzt Cannabis wie jeder Spezialist verwenden. Wie bei anderen Arzneimitteln gibt es keine besonderen Einschränkungen.

Der Arzt benötigt diese Betäubungsmittelrezepte, die von der Bundesopiumstelle ausgestellt und angeordnet werden. Nicht jeder Arzt hat BtM-Rezepte. Die meisten Psychiater und Schmerzspezialisten brauchen sie täglich, andere Spezialisten brauchen sie praktisch nie.

2. „Ich darf Ihnen überhaupt kein medizinisches Cannabis verschreiben. Hanf ist eine illegale Droge. „

Bewertung: 100% falsch.

Auch heute noch gibt es Ärzte, denen das neue „Cannabis als Medizin“-Gesetz nicht oder nur vage bekannt ist. Daher gehört ein Ausdruck des Gesetzes zur „Grundausstattung“ von Patienten für die Arztsuche. Sie ist im Bundesgesetzblatt 2017, Teil I Nr. 11, Seite 403 zu finden. Es gibt nicht nur unwissende Ärzte, sondern auch andere Berufsgruppen, die es wissen sollten, wie Polizisten oder Krankenhausmitarbeiter.

3. „Sie wollen nur umsonst Gras rauchen!“

Bewertung: Denkbar, aber in der Praxis sehr unwahrscheinlich.

Dass Patienten heimlich ein Rezept bekommen wollen, ist kein Cannabis-spezifisches Problem. Vor allem Psychiater und Schmerzmediziner kennen das Phänomen nur zu gut und gehen verantwortungsvoll mit ihren Verschreibungsverboten um, insbesondere wenn es um Betäubungsmittel geht. Wenn Sie nicht wirklich krank sind, erhalten Sie von der Krankenkasse keine Erstattung.

4. „Der Patient ist Cannabis abhängig oder könnte therapiesüchtig werden.“

„Der Patient muss am Ende der Therapie in Entzug gehen?“

Bewertung: Verschreibungspflichtiges Cannabis macht bei bestimmungsgemäßer Verwendung nicht süchtig.

Die technischen Informationen zu den beiden Cannabisdrogen Dronabinol und „Sativex“ sprechen hier für sich: Das Suchtpotenzial von Dronabinol ist gering und praktisch irrelevant. Ein plötzliches Absetzen von Sativex kann zu Schlaf-, Appetit- oder Empfindungsstörungen führen.

5. „Wenn ich Ihnen das verschreibe, kommen morgen Hunderte von Kiffern zu mir und ich bin als Cannabis-Arzt berüchtigt.“

Bewertung: Das kann kaum ein Argument sein, einen Patienten abzulehnen, den man unter anderen Umständen behandeln würde.

In der Vergangenheit gab es das Problem, dass sich einzelne Ärzte als aufgeschlossen für Cannabis herausstellten und dann quasi überrannt wurden. Inzwischen ist die Zahl der Ärzte, die Cannabistherapien verschreiben, stark gestiegen. Hausärzte und Schmerztherapeuten müssen nicht mehr mit Patienten aus ganz Deutschland rechnen.

6. „Cannabis ist eine Einstiegsdroge.“

Bewertung: Mythos

Leider bleibt diese Behauptung bestehen. Empirische Beweise konnten jahrzehntelang nicht gefunden werden.

7. „Medizinisches Cannabis kann Patienten schizophren machen oder andere psychische Probleme verursachen.“

Bewertung: Wie bei vielen Medikamenten kann Cannabis ebenfalls eine Kontraindikation für psychische Erkrankungen sein.
Mehr erfahren Sie in diesem Beitrag von uns.

Besondere Vorsicht ist bei Schizophrenie oder anderen psychotischen Erkrankungen des Patienten oder der Familie geboten. Bei Vorliegen einer Abhängigkeitserkrankung oder bei erheblichen psychischen Störungen ist eine strikte Indikationsstellung zu geben. Dies gilt ausdrücklich nicht für Depressionen aufgrund der zugrundeliegenden Grunderkrankung.

8. „Die meisten Patienten tun nur so als wären sie krank, um Cannabis zu bekommen.“

Bewertung: Nicht allen Menschen sieht man es sofort an.

Viele langjährige Patienten haben gelernt, mit ihrer Krankheit umzugehen. Andere konsumieren Cannabis nicht bewusst, sondern unbewusst als Selbstmedikation ein und dies bei teilweise gar nicht diagnostizierten Krankheiten. Jeder, der schon einmal einer Gruppe offizieller Patienten zugehört hat, weiß, wie sehr Cannabis helfen kann und wie groß das Leiden ohne Cannabis ist. Ein Apotheker aus Berlin meinte zu uns: „Ich habe in meinem Berufsleben noch nie so kranke Menschen wie Cannabispatienten gesehen.“

9. „Mit Cannabis möchte ich nichts zu tun haben.“

Bewertung: Stellen Sie sich so etwas von einem Arzt mit einem anderen Medikament vor.

Eine solche Aussage sagt viel über das Selbstverständnis des Arztes aus. Hier ist es wichtig, den Arzt an die moralischen und ethischen Grundsätze seines Berufs zu erinnern.

Cannabis Ärzte auf einem Blick

Hier finden Sie ein Auszug der besten und neuesten Ärzte, die Ihnen anhand Ihrer Erkrankung ein Rezept für Cannabis ausstellen können. Welche Erkrankung behandelt wird finden Sie entsprechend im jeweiligen Inserat.

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