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Endosane & Sanity Group forschen zu Schizophrenie und Angstzuständen

Ein deutsches Pharmaunterrnehmen erforscht das Endocannabinoid-System zur Behandlung von Schizophrenie und Angstzuständen.

Das Berliner Gesundheitsunternehmen Sanity Group hat sich mit einem Team internationaler Wissenschaftler zusammengetan, um pharmazeutische Behandlungen für Schizophrenie und Angstzustände zu entwickeln, die auf das Endocannabinoid-System abzielen. Das neue Unternehmen, Endosane Pharmaceuticals, schließt sich einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt unter der Leitung des deutschen Neurologen und Psychiaters Professor F. Markus Leweke von der University of Sydney an.

Das Unternehmen verfügt bereits über eine Entwicklungspipeline mit mehreren Psychopharmaka zur Behandlung von neuropsychiatrischen und psychiatrischen Erkrankungen, insbesondere von Schizophrenie und Angstzuständen. Nach bereits abgeschlossenen Phase-II-Studien und zwei laufenden Studien wird voraussichtlich bereits 2025 ein potenzielles Medikament gegen Schizophrenie zugelassen.

Professor Leweke erforscht seit Mitte der 1990er Jahre systematisch das Endocannabinoid-System und seine Rolle und sein therapeutisches Potenzial bei psychiatrischen Erkrankungen. In Zusammenarbeit mit der Neurobiologin Dr. Cathrin Rohleder hat Professor Leweke Daten gesammelt, die einen klaren Zusammenhang zwischen verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen und dem Endocannabinoid-System aufzeigen. Während die meisten konventionellen Psychopharmaka in erster Linie auf die „sichtbaren“ Symptome psychiatrischer Erkrankungen abzielen, zielt diese Behandlung darauf ab, das bei vielen symptomatischen Patienten gestörte Endocannabinoid-System neu einzustellen.

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Professor Leweke sagte: „Bildlich gesprochen behandeln wir diese Erkrankungen, insbesondere die Schizophrenie, viel näher an der Ursache als aktuelle Medikamente.“ Er fügte hinzu, dass die gezielte Behandlung des Endocannabinoid-Systems ein viel „sanfterer“ Eingriff in die molekulare Neurobiologie von Patienten wäre als derzeit verfügbare Medikamente.

Dr. Rohleder sagte: „Wenn sich die bisher erhobenen klinischen Daten im weiteren Verlauf der Phasen II und III bestätigen, wären wir in der Lage, ein Medikament mit deutlich verbessertem Nebenwirkungsprofil anzubieten.“ „Das wäre ein großer Schritt in die Lebensqualität der Betroffenen.“ Die Sanity Group entwickelt und vertreibt bereits medizinisches Cannabis in verschiedenen Formen wie CBD-Öle und Kosmetika. Die Mitgründer und Geschäftsführer Finn Hänsel und Fabian Friede sagten in einer gemeinsamen Erklärung: „Unser Ziel ist es, das volle Potenzial des Endocannabinoid-Systems zu erforschen und zu nutzen. Wir freuen uns, mit Professor Leweke, Dr. Rohleder und ihrem Team Partner gefunden zu haben, mit denen wir unsere langfristige Vision hinsichtlich der Entwicklung von Fertigprodukten im Bereich der Psychopharmaka verwirklichen können.“

Das Führungsteam von Endosane besteht aus Professor Leweke als Chief Medical Officer, Dr. Rohleder als Chief Scientific Officer und Max Narr (Sanity Group Managing Director)

Cannabis Ärzte Redaktion

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