Erkrankungen: Neurodermitis

Was bedeutet es Neurodermitis zu haben?

Was bedeutet es Neurodermitis zu haben?

 
Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben auftritt. Häufig betrifft die Neurodermitis die Kopfhaut, das Gesicht und die Hände, dies kann sehr unangenehm für die Betroffenen sein. So leiden die Neurodermitis-Patienten nicht nur an den Symptomen der Krankheit, sondern auch oft an psychischen Leiden. Die Krankheit ist nicht ansteckend, dennoch meiden viele Personen den Kontakt mit Neurodermitis erkrankten Menschen. Infolge dessen kann das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität der Betroffen stark darunter leiden.
 

Ursachen & Symptome von Neurodermitis


Zurzeit sind die genauen Ursachen noch ungeklärt. Jedoch ist sicher, dass es eine genetische Veranlagung für die Krankheit gibt. Wenn eine genetische Veranlagung besteht, können verschiedene Auslöser zu einem Neurodermitisschub führen. Das Immunsystem reagiert überschießend auf eigentlich harmlose Reize, wodurch eine Entzündungsreaktion entsteht. Unter anderem ist die Hautbarriere der Patienten gestört. Mögliche Auslöser können sein: Textilien (wie Wolle), Infektionen (wie starke Grippe), bestimmte Nahrungsmittel, schwüle Temperaturen oder Kälte aber auch psychische Faktoren (wie Stress) etc. Aber auch eine zu starke Hygiene kann die Ursache sein, gerade in den letzten Jahren hat die Anzahl der Neurodermitis erkannten Menschen in der westlichen Welt stark zugenommen.
 
Typische Symptome sind entzündliche Hautveränderungen (Ekzeme) die oftmals mit quälendem Juckreiz verbunden sind. Sie treten schubweise auf. Meist werden die Schübe durch bestimmte Faktoren ausgelöst die bereits weiter oben im Text kurz erläutert wurden. Je nach Alter können die Symptome stark variieren. Gerade bei Erwachsenen ist der Verlauf der Krankheit viel stärker als bei Kindern. Die Haut trocknet aus, ist gerötet und leicht reizbar. Oft ist eine lederartige Hautverdickung (Lichenifikation) zu erkennen.
 
Sobald die Diagnose vom behandelnden Arzt steht, wird eine Behandlung angestrebt, die einen vierstufigen Therapieplan vorsieht. Oft wird zu Kortison-Salben oder Tabletten gegriffen, die auf Dauer jedoch keine optimale Lösung sind.
 

Neurodermitis und cannabinoide Arzneimittel (Cannabis)


Vor einigen Jahren konnten verschiedene Studien beweisen, dass Cannabionoide aus der Cannabispflanze wie THC und CBD bei der Behandlung juckender Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis helfen konnten. In einer dieser Studie cremten sich Probanden drei Wochen lang mit einer cannabinoidhaltigen Salbe ein. Wobei die Probanden berichteten, dass der Juckreiz vollständig verschwand. Die Forscher gehen davon aus, dass die antientzündlichen Eigenschaften der Cannabinoide verantwortlich sein könnten.
 
Bevor man eine Medikation mit Cannabis in Erwägung zieht, empfehlen wir den Patienten erst einmal sich mit Tipps und Strategien, die einem den Umgang mit der Krankheit erleichtern können, vertraut zu machen.

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