Erkrankungen: Angststörung

Was bedeutet es eine Angststörung zu haben?

Was bedeutet es eine Angststörung zu haben?

Jeder Mensch hat Sorgen und Ängste. Sie gehören zum Leben und stellen eine Schutzfunktion dar. Doch in einigen Fällen sind diese unbegründet und nehmen überhand. Diese Ängste bestimmen das Leben der Betroffenen und werden als sehr belastend empfunden. Ist dies der Fall, so spricht man von einer sogenannten Angststörung. Insgesamt leiden etwa ein Viertel aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben unter einer Angststörung.
 

Ursachen & Symptome von Angststörungen


Die Gründe für die Entstehung von Angststörungen sind vielschichtig. Vergangene oder gegenwärtige einschneidende Lebensereignisse, soziale Belastungen sowie erbliche und biologische Faktoren werden als Ursache angesehen. Auch körperliche oder seelische Erkrankungen können eine Angststörung begünstigen.
Die Symptomatik ist dabei vielfältig und individuell. Viele Betroffene zeigen in der entsprechenden Angstsituation körperliche Anzeichen wie Herzrasen, Zittern, Schwitzen, Atemnot, Brustenge, Übelkeit oder auch Schwindel.
 
Die Diagnose einer Angststörung wird durch einen ein Arzt oder Psychotherapeuten während eines Untersuchungsgespräch festgestellt. Dabei werden die Anzeichen und die Lebenssituation erfragt. Die Diagnose einer “generalisierten Angststörung” trifft dann zu, wenn die Angst bezüglich alltäglicher Ereignisse mindestens 6 Monate besteht und verschiedene physische und psychische Symptome vorliegen. Viele Betroffene schämen sich allerdings Hilfe von Spezialisten in Anspruch zu nehmen, dabei ist dieser Schritt für ihre Genesung essentiell.
 

Angststörungen und cannabinoide Arzneimittel


Aktuelle Studien haben mithilfe der Einzelphotonen-Emissionscomputertomografie (SPECT) und der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRI), Veränderungen des regionalen Blutflusses und der neuronalen Korrelate der Hirnaktivität als Reaktion auf die CBD-Verabreichung untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen mit Dosen zwischen 400 und 600 Milligramm CBD, zeigen anhand der SPECT- und fMRI-Daten, Auswirkungen des Cannabinoids auf die Linderung von Angstzuständen und Stressreaktionen.
 
Genau wie das Cannabis scheint auch die Fettsäureamid-Hydrolase (FAAH) die Fähigkeit zu besitzen, Angst zu verringern, indem sie den Endocannabinoidspiegel erhöht. Studien am Menschen, haben gezeigt, dass das FAAH-Gen, die Fähigkeit des Subjekts beeinflusst, schlechte Erfahrungen zu verarbeiten. Dieser Befund unterstützt den therapeutischen Wert von cannabinoiden Arzneimitteln für Fälle von leichter Angst bis hin zu schweren Angstzuständen.
 
In Deutschland ist medizinisches Cannabis mittlerweile als mögliche Indikation bei Angststörungen zugelassen.
 
Bevor man eine Medikation mit Cannabis in Erwägung zieht, empfehlen wir den Patienten erst einmal sich mit wissenschaftlich bewährten Strategien im Umgang mit der Erkrankung vertraut zu machen.

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