Erkrankungen: ADHS

Was bedeutet es ADHS zu haben?

Was bedeutet es ADHS zu haben?


Die Abkürzung ADHS steht ausgeschrieben für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.
Fälschlicherweise wird diese oft als Erkrankung wahrgenommen, die ausschließlich Kinder und Jugendliche betrifft. Grund hierfür dürfte sein, dass das hyperaktive Verhalten im Erwachsenenalter deutlich nachlässt. Dennoch bleibt die Störung bei mehr als der Hälfte der Betroffenen bis ins Erwachsenenalter bestehen.
 

Ursachen & Symptome von ADHS im Erwachsenenalter


Symptomal äußert sich die Erkrankung vor allem durch innere Unruhe und Konzentrationsstörungen. Vergesslichkeit sowie Organisationsschwierigkeiten rücken in den Vordergrund. Bestehen bleiben aber weiterhin impulsives Verhalten und unüberlegte Handlungen. Da es sich um ein eher unspezifisches Krankheitsbild handelt, wird die Erkrankung im Erwachsenenalter viel zu selten erkannt. Oftmals werden diese Verhaltensweisen schon als Teil der Persönlichkeit wahrgenommen, da diese in den meisten Fälle bis zur Diagnose schon sehr lange bestehen.
 
Die Diagnose einer ADHS im Erwachsenenalter ist eine „klinische Diagnose“. Dabei führt der Arzt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. Wichtig ist dabei die Erhebung des gesamten Lebenslaufes, insbesondere eine Betrachtung der schulischen sowie beruflichen Entwicklung. Oftmals zeigt sich hier, dass Betroffene in ihren Ausbildungen und Abschlüssen deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben sind.
 

ADHS und cannabinoide Arzneimittel (Cannabis)


Cannabis als Medizin wird seit vielen Jahrhunderten zur Behandlung von psychischen Erkrankungen eingesetzt. Erste Untersuchungen geben bereits Hinweise auf eine mögliche positive Wirksamkeit der Heilpflanze bei der Behandlung von ADHS. Fallstudien zeigen, dass THC die Aufmerksamkeitsleistung von ADHS-Betroffenen verbessern kann.
 
In Deutschland kann medizinisches Cannabis mittlerweile zur Therapie einer schwierig zu behandelnden ADHS eingesetzt werden, sofern vorangegangene Therapieversuche gescheitert sind oder mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden waren.
 
Bevor man eine Medikation mit Cannabis in Erwägung zieht, empfehlen wir den Patienten erst einmal sich mit Tipps und Strategien, die einem den Umgang mit der Krankheit erleichtern können, vertraut zu machen.

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