Cannabis bei welcher Erkrankung?

Da Cannabis ein breites und vielfältiges therapeutisches Spektrum hat, ist es grundsätzlich zu begrüßen, dass medizinisches Cannabis durch die im Gesetz offen gehaltene Formulierung relativ frei verschrieben werden kann. Die Entscheidung, ob Cannabis als Medizin eingesetzt werden soll, liegt allein im Ermessen des Arztes in Absprache mit dem Patienten. Das wird natürlich nur der Fall sein, wenn der Arzt Hinweise auf eine Wirkung von Cannabis bei der entsprechenden Krankheit findet.

Es gibt also keinen expliziten Ausschlusskatalog von Krankheiten, für die medizinisches Cannabis angewendet werden kann.

Anhaltspunkt dafür kann die Liste von Krankheiten sein, für die das BfArM bis zur Gesetzesänderung Ausnahmegenehmigungen erteilt hat:

Diagnose Katalog

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom)

Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom ist eine vor allem bei Kindern auftretende Verhaltensstörung, die mit Konzentrationsstörungen, motorischer Hyperaktivität und gesteigerter Erregbarkeit einhergeht. Die motorische Hyperaktivität ist allerdings als fakultatives Symptom anzusehen, da es eine Ausprägung ohne Hyperaktivität (Träumer) wahrscheinlich ebenso häufig gibt. Nicht selten finden sich zusätzlich Störungen des Sozialverhaltens. Die Ausprägung und Verteilung der verschiedenen Symptome variiert mit zunehmendem Alter der betroffenen Patienten.

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Diathese

Als Diathese bezeichnet man die Anfälligkeit bzw. Neigung eines Organismus für bestimmte Erkrankungen oder Krankheitszustände. Man unterscheidet erblich bedingte genetische und erworbene Diathesen.

Spezielle Formen sind unter anderem:

  • Atopische Diathese (genetisch bedingte Neigung zur Atopie)
  • Allergische Diathese (Neigung zu Allergien)
  • Angioneurotische Diathese (Neigung zu Störungen der Gefäßregulation)
  • Exsudative Diathese (entzündliche Hauterkrankungen mit Flüssigkeitsabsonderung oder Erkrankungen mit erhöhter Blutgefäßdurchlässigkeit und Bildung von Transsudaten)
  • Hämorrhagische Diathese (Neigung zu Blutungen)
  • Uratische Diathese (Neigung zu Gicht)
  • Thrombophile Diathese (Thrombophilie – Neigung zur Bildung von Blutgerinnseln)

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Angststörungen

Als Angststörungen bezeichnet man eine Gruppe psychischer Störungen, die ihre Gemeinsamkeit in einem übersteigerten Angstempfinden haben. Betroffene Menschen erleben ausgeprägte Angst und körperliche Angstsymptome, die i.d.R. so stark sind, dass sie das alltägliche Leben beeinträchtigen.

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Appetitlosigkeit und Abmagerung

Bei einer Kachexie kommt es nicht nur zu einem vollständigen Abbau der Speicherfettdepots, sondern zu einer generalisierten Atrophie mit einem schrittweisen Funktionsausfall der Organe. Im Gegensatz zur Inanition werden dabei auch wichtige Strukturkomponenten wie das Baufett und die Muskulatur abgebaut.

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Armplexusparese

Eine Armplexusparese ist eine Lähmung (Parese) im Bereich der Schulter-, Oberarm-, Unterarm- und/oder Handmuskulatur, die durch eine Schädigung des Plexus brachialis (Armplexusläsion) verursacht wird.

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Arthrose

Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerative Gelenkerkrankung, die im Gegensatz zur Arthritis primär nicht entzündlich ist. Sie entsteht vor allem durch langjährige Überbelastung und zeichnet sich durch eine progrediente Veränderung der Knorpel- und Knochenstruktur aus, die schließlich zur Gelenkdeformierung führen kann.

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Asthma bronchiale

Das Asthma bronchiale ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch bronchiale Hyperreaktivität und eine variable Atemwegsobstruktion gekennzeichnet ist. Asthma bronchiale beginnt in der Regel schon im Kindesalter und ist die häufigste chronische Erkrankung dieses Lebensabschnitts. Zur Prävalenz des Asthma bronchiale in Deutschland gibt es divergierende Aussagen. Einige Autoren geben 2-4%, andere Quellen sogar 6-10% an. Die Zahl der asthmabedingten Todesfälle in Deutschland beträgt ca. 5000/Jahr.

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Autismus

Autismus ist eine psychische Entwicklungsstörung unbekannter Ursache. Sie wird als angeborene Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Autismus ist keine Behinderung.

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Barrett-Syndrom

Das Barrett-Syndrom ist eine chronisch-entzündliche Veränderung des distalen Ösophagus mit Ausbildung eines peptischen Ulkus, die als Komplikation der Refluxkrankheit auftritt.

Die metaplastische Umwandlung des Plattenepithels des distalen Ösophagus ohne Ulkus bezeichnet man als Barrett-Ösophagus oder Barrett-Metaplasie. In älteren Lehrbüchern wird auch noch von einem Endobrachyösophagus gesprochen.

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Blasenkrämpfe

Als Strangurie bezeichnet man einen schmerzhaften Harndrang bei stark eingeschränkter Miktion. Der Patient kann nur geringe Harnmengen ablassen. Die Strangurie gehört zu den Miktionsbeschwerden.

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Blepharospasmus (Lidkrampf)

Der Blepharospasmus ist ein ein- oder beidseitiger Lidkrampf, der durch eine Dauerkontraktion des Musculus orbicularis oculi entsteht. Die genaue Ursache des idiopathischen Blepharospasmus ist unbekannt. Man nimmt eine Fehlfunktion der Basalganglien des Gehirns an, möglicherweise bedingt durch ein Ungleichgewicht des Neurotransmitters Dopamin. Er tritt häufig im Rahmen fokaler Dystonien auf.

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Borderline-Syndrom

Das Borderline-Syndrom ist eine nicht klar definitierte Persönlichkeitsstörung, die vom Krankheitswert zwischen Neurose und Psychose einzuordnen ist. Betroffene leiden unter anderem unter dem Gefühl der inneren Leere, Selbstverletzungs-, Suizidgedanken und parasuizidalem Verhalten, bedrohlicher Wahrnehmung von Gefühlen, impulsiven Reaktionen, Fremd- und Autoaggression. Daneben treten vor allem Störungen im sozialen Verhalten auf, Beziehungsunfähigkeit und fehlende Richtung und Ziele im Leben sind typische Ausprägungen des Borderline-Syndroms.

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Borreliose

Als Borreliosen bezeichnet man die Gruppe der durch Borrelien (Spirochäten) ausgelösten Erkrankungen.

Man unterteilt die spezifischen Erkrankungen je nach Erregerspezies:
Borrelia recurrentis = Epidemisches Rückfallfieber
Borrelia duttoni = Endemisches Rückfallfieber (Zentral- und Südafrika)
Borrelia burgdorferi = Lyme-Borreliose
Borrelia carteri = Rückfallfieber (Indien)
Borrelia caucasica = Rückfallfieber (Kaukasus)

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Chronische Polyarthritis

Als Polyarthritis bezeichnet man per definitionem die Entzündung von mindestens 5 Gelenken gleichzeitig.

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Chronisches Erschöpfungssyndrom

Das Chronische Erschöpfungssyndrom, kurz CFS, ist ein häufig nicht scharf definiertes Krankheitsbild, dessen Leitsymptom eine lähmende geistige und körperliche Erschöpfung bzw. Erschöpfbarkeit ist.

Die genauen Ursachen des chronischen Erschöpfungssyndroms sind noch nicht zur Gänze erforscht. Möglicherweise handelt es sich um eine immunologische Erkrankung, die infolge einer Virusinfektion auftritt. Als ein möglicher Auslöser wird der Erreger XMRV diskutiert. Eine Erklärungsansatz ist, dass der Erkrankte anstelle von Ribonuklease die pathologische niedermolekulare RNase L bildet, die eine multiple CFS-Symptomatik auslöst.

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Chronisches Schmerzsyndrom

Bei einem Schmerzsyndrom handelt es sich um eine chronische Schmerzwahrnehmung, bei welcher der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren hat und einen eigenständigen Krankheitswert erlangt. Das Symptom Schmerz wird als eigenständiges Krankheitsbild, unabhängig von dessen Ursachen beschrieben.

Insgesamt leiden in Deutschland rund acht Millionen Menschen am Schmerzsyndrom. Man unterscheidet hierbei den akuten Schmerz vom chronischen Schmerz. Der akute Schmerz tritt infolge einer Verletzung oder einer Organstörung auf und fungiert als Warnzeichen für ein Missverhältnis im Körper. Der chronische Schmerz hingegen, also das Schmerzsyndrom, bildet sich aus dem akuten Schmerz zu einer selbstständigen Krankheit, wobei er vom natürlichen Körperzustand abweicht. Ein Schmerzsyndrom wird dann als solches bezeichnet, wenn die chronische Schmerzempfindung mindestens über einen Zeitraum von sechs Monaten anhält bzw. in kurzen Abständen immer wiederkehrt. Die beim akuten Schmerz vorhandene Schutzfunktion des Körpers geht hier verloren, da die Schmerzempfindung keine organische Ursache mehr hat.

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Chronisches Wirbelsäulensyndrom

Das Wirbelsäulensyndrom ist eine relativ diffuse Bezeichnung für verschiedene unklare Schmerzzustände im Bereich der Wirbelsäule. Es handelt sich um eine Verlegenheitsdiagnose.

Das Wirbelsäulensyndrom kann topografisch weiter unterteilt werden in:

Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom)
Brustwirbelsäulensyndrom (BWS-Syndrom)
Lendenwirbelsäulensyndrom (LWS-Syndrom)

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Cluster-Kopfschmerzen (Bing-Horton-Syndrom)

Der Cluster-Kopfschmerz ist ein Kopfschmerz, der durch sehr starke, anfallsartige und konstant einseitig auftretende Kopfschmerzattacken gekennzeichnet ist. Die Kopfschmerzattacken treten periodisch stark gehäuft im Wechsel mit beschwerdefreien Intervallen unterschiedlicher Länge auf.

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Colitis Ulcerosa

Die Colitis ulcerosa ist eine schubweise verlaufende chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die sich im Colon kontinuierlich von anal nach oral ausbreitet und dabei zu Ulzerationen der oberen Schleimhautschichten führt.

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Depression 

Die Depression ist eine psychische Störung. Typisch für sie sind gedrückte Stimmung, negative Gedankenschleifen und ein gehemmter Antrieb. Häufig gehen Freude und Lustempfinden, Selbstwertgefühl, Leistungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und das Interesse am Leben verloren. Diese Symptome treten auch bei gesunden Menschen zeitweise auf. Bei einer Depression sind sie jedoch länger vorhanden, schwerwiegender ausgeprägt und senken deutlich die Lebensqualität.

Die Depression eine ernste, behandlungsbedürftige und oft folgenreiche Erkrankung, die sich der Beeinflussung durch Willenskraft oder Selbstdisziplin des Betroffenen entzieht. Sie stellt eine wesentliche Ursache für Arbeitsunfähigkeit oder Frühverrentung dar und ist an rund der Hälfte der jährlichen Selbsttötungen in Deutschland beteiligt.

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Epilepsie

Epilepsie ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe von Funktionsstörungen des Gehirns, die durch ein Zusammenspiel aus pathologischer Erregungsbildung und fehlender Erregungsbegrenzung in den Nervenzellverbänden des ZNS entstehen.

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Failed-back-surgery-Syndrom (Postnukleotomie-Syndrom)

Postnukleotomie-Syndrom ist ein Sammelbegriff für persistierende Schmerzen bzw. Beschwerden nach einer Bandscheibenoperation. Ein Postnukleotomie-Syndrom tritt auf, wenn durch die Bandscheibenoperation nicht die eigentliche Schmerzursache ausgeschaltet wurde, oder durch die Operation eine neue Schmerzursache geschaffen wurde.

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Fibromyalgie

Eine Fibromyalgie ist ein multilokuläres, funktionelles Schmerzsyndrom mit typischen schmerzhaften Druckpunkten, jedoch ohne Anzeichen von degenerativen oder entzündlichen Prozessen. Gemeinsam mit den Schmerzen treten Schlafstörungen bzw. nicht-erholsamer Schlaf und Müdigkeit bzw. Erschöpfungsneigung auf. Man beschreibt die Fibromyalgie auch als “central sensitization syndrome”.

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Hereditäre motorisch-sensible Neuropathie

Hereditäre motorisch-sensible Neuropathien, abgekürzt HMSN, sind eine Gruppe vererbter und chronisch voranschreitender Nervenkrankheiten (Neuropathien), die nur die peripheren Nerven und überwiegend deren motorischen Anteil erfassen. Gemeinsames Merkmal ist die distal (rumpffern) beginnende, sich allmählich zentral ausbreitende Schwäche mit begleitendem Muskelschwund (Atrophie).

  • HMSN I – Charcot-Marie-Tooth-Krankheit
  • HMSN II – Neuronale Peroneale Muskelatrophie
  • HMSN III – Dejerine-Sottas-Krankheit
  • HMSN IV – Refsum-Syndrom
  • HMSN V – (Hereditäre spastische Paraplegie)
  • HMSN VI – (HMSN mit Optikusatrophie)
  • HMSN VII – (HMSN mit Retinitis pigmentosa)

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AIDS (HIV Infektion)

Das Acquired Immune Deficiency Syndrome, kurz AIDS ist eine Infektionskrankheit, die durch das HI-Virus (Human Immunodeficiency Virus) ausgelöst wird. Sie bewirkt eine schrittweise Zerstörung des Immunsystems.

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HWS- und LWS-Syndrom

HWS-Syndrom ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl sehr unterschiedlicher orthopädischer und/oder neurologischer Symptomenkomplexe, die von der Nacken-Schulter-Armregion ausgehen.

LWS-Syndrom ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, bei denen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule charakteristisch sind.

Es handelt sich dabei um eine ungenaue, aber trotzdem häufige ärztliche Verlegenheitsdiagnose, die im Grunde nur besagt, dass der Patient Schmerzen im Bereich der unteren Wirbelsäule hat. Diese äußern sich als Rückenschmerzen.

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Hyperhidrose

Mit dem Begriff Hyperhidrose, auch Hyperhidrosis, bezeichnet man eine unphysiologisch starke Schweißbildung.
Das Gegenteil der Hyperhidrose ist die Anhidrose.

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Kopfschmerzen

Kopfschmerz ist eine Schmerzempfindung im Bereich des Kopfes. Sie beruht auf einer Reizung von schmerzempfindlichen Strukturen (Schädeldecke, Hirnhäute, Blutgefäße im Gehirn, Hirnnerven, oberste Spinalnerven). Das Gehirngewebe selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren.

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Lumboischialgie

Die Lumboischialgie ist ein lumbosakrales Wurzelreizsyndrom, bei dem Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und im Versorgungsbereich des Nervus ischiadicus auftreten. Die isolierte Nervenreizung des Nervus ischiadicus bezeichnet man als Ischialgie, isolierte Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule als Lumbalgie oder Lumbago. Da die Beschwerden häufig nicht klar voneinander abgrenzbar sind, ist der Übergang zwischen Lumboischialgie, Lumbalgie und Ischialgie fließend. Die Begriffe werden im klinischen Alltag häufig synonym verwendet.

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Lupus Erythematodes

Die Erkrankung Lupus erythematodes ist eine systemische Autoimmunerkrankung, die zusammen mit der Systemischen Sklerodermie und der Dermatomyositis zu den Kollagenosen gehört. Typisch für diese Erkrankungen sind hohe Titer an Autoantikörpern, die bei der Diagnostik eine große Rolle spielen.

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Migräne

Die Migräne ist eine in Episoden anfallsartig auftretende Form des chronischen Kopfschmerzes.

1.1 Einfache Migräne
Die einfache oder gewöhnliche Migräne zeichnet sich durch vegetative Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, audiovisuellen Missempfindungen (Photophobie, Phonophobie), Palpitationen und Diarrhöen aus. Die visuelle Aura ist gekennzeichnet durch Fortifikationen.

1.2 Klassische Migräne
Bei der klassischen Migräne, auch Migräne mit Aura genannt, werden die Kopfschmerzen zusätzlich von meist kurz andauernden und nach Anfallsende abklingenden neurologischen Defiziten begleitet. So sind beispielsweise für die ophthalmische Migräne Gesichtsfeldausfälle in Form von sog. Flimmerskotomen typisch, auf welche oft Lichtblitze folgen. Bei Lidschluss leuchten die Lichtblitze intensiv bläulich-gelb wie ein Feuerwerk. Dem folgt ein Halbseitenkopfschmerz mit Rötung der Gesichtshaut der betroffenen Seite. Ätiologisch verantwortlich ist wahrscheinlich eine temporäre Blutzirkulationsstörung im Bereich der Arteria cerebri posterior, die aus der Arteria basilaris abzweigt. Diese Art der Migräne betrifft meist jüngere Patientinnen zwischen 10 und 30 Jahren.

1.3 Komplizierte Migräne
Die bei der komplizierten Migräne, auch als Migraine accompagnée bezeichnet, auftretenden neurologischen Störungen dauern länger als bei der klassischen Migräne und können den einzelnen Anfall auch überdauern. Beispiele für die komplizierte Migräne sind:

– Hemiplegische Migräne, mit Halbseitensymptomatik wie beispielsweise Hemiparese
– Basilaris-Migräne, mit neurologischen Störungen des Hirnstamms, symptomatisch in Form von Schwindel, Gangstörungen, Paresen und Sehstörungen
– Ophthalmoplegische Migräne mit Paresen im Versorgungsgebiet des Nervus oculomotorius
Eine Sonderform der Migraine accompagnée ist die mit isoliertem Sprachverlust bzw. Sprachstörungen einhergehende Variante.

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Mitochondriopathie

Der Begriff der Mitochondriopathie ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene neuromuskuläre Syndrome, denen eine Funktionsstörung der mitochondrialen Atmungskette zu Grunde liegt. Betroffen sind vor allem Organe, die auf einen hohen Energiebedarf angewiesen sind. Hierzu zählen die Skelettmuskulatur (mitochondriale Myopathie), das Gehirn und die Herzmuskulatur. Seltener ist auch das Kleinhirn involviert.

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Spondylitis Ankylosans (Morbus Bechterew)

Die Spondylitis ankylosans ist eine chronisch entzündliche, seronegative Systemerkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis. Die bevorzugte Manifestation liegt im Bereich der distalen Wirbelsäule und der Iliosakralgelenke.

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Morbus Crohn

Der Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Gastrointestinaltraktes, der bevorzugt Ileum und Colon befällt, seltener Ösophagus und Mund. Charakterisierend für Morbus Crohn ist der diskontinuierliche, transmurale und segmentale Befall (sog. “skip lesions”) der Darmschleimhaut.

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Morbus Scheuermann

Die Scheuermann-Krankheit ist eine juvenile Verknöcherungsstörung der Wirbelsäule, v.a. der mittleren und unteren Brustwirbelsäule (knorpelige Randleistenapophysen), manchmal auch der oberen Lendenwirbelsäule.

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Still-Syndrom

Das Still-Syndrom stellt die systemische Verlaufsform der juvenilen idiopathischen Arthritis dar.
Bei der juvenilen idiopathischen Arthritis, kurz JIA, handelt es sich um eine chronische Gelenkerkrankung des rheumatischen Formenkreises im Kindesalter, deren Pathogenese ungeklärt ist. Sie tritt definitionsgemäß vor dem 16. Lebensjahr auf und hält länger als 6 Wochen an.

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Morbus Sudeck (CRPS)

CRPS steht für Complex Regional Pain Syndrome (komplexes regionales Schmerzsyndrom).

Das CRPS ist eine chronische neurologische Erkrankung, die nach einer Weichteil- oder Nervenverletzung, häufig in Zusammenhang mit der Fraktur einer Extremität auftritt. Für das CRPS vom Typ I wird häufig noch die ältere Bezeichung “Morbus Sudeck” verwendet – benannt nach ihrem Entdecker Paul Sudeck (1866-1945), einem Hamburger Chirurgen.

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Multiple Sklerose

Als Ursache dieser Erkrankung wird eine Autoimmunreaktion, das heißt, eine Fehlregulierung des Immunsystems angenommen: Entzündungs- und Abwehrzellen des Körpers greifen fälschlicherweise körpereigene Strukturen an. Dabei spielen sogenannte T- und B-Zellen sowie bestimmte Botenstoffe eine entscheidende Rolle. Dies führt zu einem Abbau der Hüllschicht von Nervenfasern (Myelinscheiden) und schädigt die Nervenfasern. In den betroffenen Fasern werden Nervenreize schlechter oder gar nicht mehr weitergeleitet. Denn die Schutzhüllen umgeben die Nervenfortsätze wie eine Isolierschicht ein elektrisches Kabel. Sie sind unerlässlich dafür, dass die Nervenimpulse mit einer adäquaten Geschwindigkeit an den gewünschten Ort gelangen.

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Neurodermitis

Die Neurodermitis ist eine chronisch-rezidivierende Hauterkrankung, die zum Formenkreis der atopischen Krankheiten gehört. Neuere Ergebnisse zeigen, dass bei der Neurodermitis die natürliche Barrierefunktion der Haut gestört sein könnte. Es konnten Gendefekte identifiziert werden, die dazu führen, dass wichtige Strukturproteine der Haut fehlen. Beispiele sind Mutationen im Filaggrin-Gen, die zu einem Filaggrin-Defizit in den äußeren Hautschichten führen. Filaggrin fördert die Keratinisierung und Strukturbildung der Haut und ist daher ein Schlüsselprotein der Hautbarriere.

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Paroxysmale non-kinesiogene Dyskinese (PNKD)

Diese Erkrankung beschreibt vor allem die Choreoathetose. Eine Kombination von Chorea und Athetose, ist eine neurologische Erkrankung mit einer komplexen Bewegungsstörung der Extremitäten- und Gesichtsmuskulatur.

Eine Dyskinesie an sich ist eine Störung des physiologischen Bewegungsablaufs einer Körperregion, eines Körperteils oder eines Organs. Paroxysmal entstammt dem Griechischen und bedeutet “anfallsartig”.

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Polyneuropathie

Als Polyneuropathie wird eine systemisch bedingte Schädigung von peripheren Nerven (sensibel oder motorisch) bezeichnet.
Die entzündliche Schädigung mehrerer Nerven nennt man Polyneuritis. Zu den häufigsten Ursachen der Polyneuropathie gehören der Diabetes mellitus (Diabetische Polyneuropathie) und der chronische Alkoholmissbrauch (Alkoholische Polyneuropathie). Seltener sind infektiöse, endokrine, exogen toxische oder genetische Ursachen.

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Posner-Schlossmann-Syndrom (PSS)

Das Posner-Schlossman-Syndrom (PSS), tritt häufiger bei glaukomatocyclische Krise auf. Es ist eine Krankheit, die durch akute, unilaterale, wiederkehrende Attacken erhöhten Augeninnendrucks (IOP) begleitet von einer leichten Vorderkammerentzündung gekennzeichnet ist. Die Pathophysiologie ist noch unbekannt, obwohl es verschiedene Theorien gibt, die von Autoimmunerkrankungen bis hin zu Infektionskrankheiten reichen. Die Behandlung konzentriert sich auf die Kontrolle des Augeninnendrucks und die Verringerung der Entzündung. Während ein Angriff in der Regel ohne Folgeerscheinungen verrechnet wird, können wiederholte Angriffe im Laufe der Zeit zu langfristigen glaukomatösen Schäden führen.

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Posttraumatische Belastungsstörung

Die posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS, ist Folge eines psychischen Traumas, das durch ein kurz- oder langdauerndes Ereignis ausgelöst wurde, das außerhalb der üblichen Lebenserfahrungen liegt. Hierzu zählen beispielsweise Erleben von körperlicher oder seelischer Gewalt, Erleben von Katastrophen, Diagnose einer schweren Krankheit etc.

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Psoriasis (Schuppenflechte)

Die Psoriasis, deutsch Schuppenflechte, ist eine chronische, schubweise verlaufende, gutartige Hauterkrankung, die mit verstärkter Schuppung der Haut einhergeht. Sie gehört zum Kreis der pustulösen und erythematosquamösen Dermatosen.

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Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom, kurz RDS, ist ein häufiges, aber relativ unscharf definiertes, gastroenterologisches Krankheitsbild, das durch diffuse abdominelle Beschwerden gekennzeichnet ist. Es wird oft den psychosomatischen Erkrankungen zugeordnet.

Die Diagnose “Reizdarmsyndrom” ist im strengen Sinn eine Ausschlussdiagnose. Sie wird dann gestellt, wenn trotz sorgfältiger Untersuchung des Patienten keine organischen Ursachen für bestehende abdominelle Beschwerden gefunden werden können.

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Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis, kurz RA, ist eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung, welche die Innenhaut (Synovialis) der Gelenke befällt und dadurch das klinische Bild einer Polyarthritis hervorruft. Fakultativ können auch andere Organe betroffen sein. Die Erkrankung zeigt einen schubweisen, progredienten Verlauf, der zur Zerstörung der Gelenke und zu schwerwiegenden Behinderungen bis zur Invalidität führen kann.

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Sarkoidose

Die Sarkoidose ist eine granulomatöse Entzündung. Sie kann prinzipiell jedes Organ befallen, fällt klinisch jedoch am ehesten durch den Befall der Lungen auf. Vergleichsweise besonders häufig tritt die Sarkoidose in Schweden, Dänemark und bei Afroamerikanern auf. In Mittelmeerländern und Afrika ist die Sarkoidose eine Rarität. Erstaunlicherweise sind Raucher seltener von einer Sarkoidose betroffen als Nichtraucher.

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Schlafstörungen (Insomnie)

Schlafstörungen sind subjektiv empfundene oder objektiv beobachtete Abweichungen vom normalen Schlaf. Insomnie ist der medizinische Fachausdruck für Schlaflosigkeit bzw. Schlafstörungen. Eine veraltete Bezeichnung für Schlaflosigkeit ist Agrypnie. Zu den Insomnien zählen folgende Störungen: Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen & Vorzeitiges Erwachen.

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Syringomyelie (Schmerzhafte Spastik)

Unter einer Syringomyelie versteht man die Ausbildung einer flüssigkeitsgefüllten Höhle im Rückenmark, die vor allem im Bereich des Zervikalmarks und des Brustmarks, seltener auch im Lumbalmark beobachtet wird.

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Systemische Sklerodermie

Als Sklerodermie werden zwei Erkrankungen bezeichnet, deren Gemeinsamkeit die Bildung von Fibrosen und Sklerosen des Hautbindegewebes ist.

Formen:
Eine streng lokalisiert auftretende Sklerodermie wird als zirkumskripte Sklerodermie bezeichnet. Hiervon zu unterscheiden ist die progressive systemische Sklerodermie (PSS), die zu ähnlichen Veränderungen der Haut führt, zusätzlich jedoch auch die inneren Organe befällt. Zirkumskripte und systemische Sklerodermie sind daher als unterschiedliche Krankheitsbilder zu bewerten.

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Tetraspastik nach infantiler Zerebralparese

Unter dem Begriff infantile Zerebralparese (Morbus Little) versteht man eine Parese, die durch eine zerebrale Läsion im Neugeborenen- oder Säuglingsalter bedingt ist.
Die Erkrankung kann durch Fehlbildungen, pränatale Infektion, perinatale Komplikation (z.B. Hirnblutung), Entzündungen (Meningitis, Enzephalitis oder Trauma (Schädelhirntrauma)) bedingt sein.

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Thalamussyndrom nach Schlaganfall (Apoplex)

Als Thalamussyndrom bezeichnet man in der Neurologie einen Symptomenkomplex (Syndrom), der durch eine Schädigung des Thalamus im Gehirn entsteht. Es kommen zentraler Schmerz (auch Thalamusschmerz genannt) und neurologische Ausfallerscheinungen vor.

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Thrombangitis Obliterans (Morbus Winiwarter-Buerger)

Besser bekannt als Endangitis obliterans ist eine schubweise entzündlich verlaufende, systemische Gefäßerkrankung. Es handelt sich um eine nicht durch Atherosklerose bedingte Form der arteriellen Verschlußkrankheit. Sie betrifft vor allem die kleinen und mittleren Gefäße der Extremitäten. Charakteristisch ist zunächst eine multilokuläre, segmentale Vaskulitis, die letztendlich zur Thrombosierung des Lumens führt.

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Tic-Störung

Unter einer Tic-Störung versteht man das wiederholte Auftreten unwillkürlicher Kontraktionen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen (Tics) oder wiederholte, unwillkürliche vokale Äußerungen. Man unterscheidet zwischen motorischen und vokalen Tics. Zu den motorischen Tics gehören die einfachen Tics (z.B. das Blinzeln mit den Augen) und die komplexen Tics (z.B. das Anfassen von Gegenständen). Vokale Tics können ebenfalls einfach sein (z.B. Grunzen) oder komplex (z.B. ganze Sätze).

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Tinnitus Aurium

Als Tinnitus aurium bezeichnet man Geräuscheindrücke, die nicht durch ein Schallereignis ausgelöst werden. Akustische Halluzinationen oder Hören von Stimmen zählen nicht dazu. Die Geräuscheindrücke bei einem Tinnitus sind interindividuell sehr vielfältig und können unter anderem folgenden Charakter haben: Brummen, Klingeln, Pfeifen, Zischen, Rauschen oder Knacken.

Die Störung kann dabei eine konstante Intensität besitzen oder einen rhythmischen bzw. pulsierenden Charakter haben. Den Patienten gelingt es nicht immer, ihre subjektiven Wahrnehmungen mit einem realen Geräusch zu verbinden.

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Tourette-Syndrom

Das Tourette-Syndrom zählt zu den neurologischen Erkrankungen, die eine psychische Komponente beinhalten. Die Intelligenz ist hierbei jedoch unbeeinträchtigt. Die Krankheit bildet sich meist erst ab dem 7. Lebensjahr aus, wobei sie in der Pubertät besonders stark ausgeprägt ist und danach ein Leben lang fortbesteht. Manchmal konnte ab dem 25. Lebensjahr jedoch eine völlige Rückbildung der Symptomatik beobachtet werden.

Besonders schwierig ist für die Betroffenen die Wahrnehmung durch ihr soziales Umfeld, wodurch die Psyche oft erheblich belastet wird. Der Patient muss mit der Zeit lernen mit den Tics umgehen zu können und diese in seinen Alltag einzubauen, da eine Unterdrückung kaum möglich ist. Von einer gewissen Kontrolle über die hyperkinetisch ablaufenden motorischen Erscheinungen und die unwillkürliche Aussprache wird jedoch in manchen Fällen auch berichtet.

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Trichotillomanie

Als Trichotillomanie wird ein zwanghaftes Auszupfen von Haaren (Kopfhaaren, Wimpern, Augenbrauen) bezeichnet. Die Erkrankung zählt zur Gruppe der Impulskontrollstörungen und tritt meist im Kindesalter auf. Die Störung kann mehrere Monate bis Jahre anhalten.

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Urtikaria (Quaddeln)

Die Urtikaria ist eine mit ödematösen Effloreszenzen (Quaddeln) einhergehende Hauterkrankung. Die Effloreszenz ist ein erhabenes Erythem mit starkem Juckreiz (Quaddel). Die Größe des einzelnen Erythems ist variabel. Urtikaria treten bevorzugt abends und nachts auf. Kleine Urticaria sind erbsengroß, ausgebreitete Urticaria können ganze Körperregionen umfassen und werden dann auch als Urticaria geographica bezeichnet. Bestehen gleichzeitig Zeichen eines Schocks, so ist von einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auszugehen. Weiterhin kann eine Urtikaria zusammen mit einem ebenfalls lebensbedrohlichen Quincke-Ödem des Larynx auftreten.

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Zervikobrachialgie

Als Zervikobrachialgie bezeichnet man von der Halswirbelsäule ausgehende Schmerzen, die in den Arm ausstrahlen. Zervikobrachiagie ist keine Diagnose, sondern eine Symptombeschreibung. Der Begriff überschneidet sich mit der Bezeichnung “HWS-Syndrom”. Die Zervikobrachialgie entspricht einem mittleren und unteren HWS-Syndrom.

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Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma

Unter einem Schädel-Hirn-Trauma versteht man Verletzungen des Schädels mit Beteiligung des Gehirns.

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Zwangsstörung

Eine Zwangsstörung ist ein Krankheitsbild aus der Psychiatrie, bei dem die Betroffenen durch Zwangsgedanken und Zwangshandlungen sich selbst oder ihre Umgebung stark belasten. Die Trennlinie zwischen normal/adäquat und pathologisch ist bei Zwangsstörungen nicht scharf zu ziehen. Entscheidend ist das subjektive Befinden und die Beeinträchtigung der Lebensführung durch die Zwänge. Auch die nähere Umgebung Betroffener kann eine Zwangspathologie entlarven.

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Welche Nebenwirkungen kann Cannabis als Medizin haben?

• Müdigkeit, Schwindel
• Mundtrockenheit
• kardiovaskuläre Effekte
• psychische Effekte
• Toleranzentwicklung gegenüber Nebenwirkungen

Mit Tabak konsumiert:
• Blutdrucksteigerung, Abhängigkeit und Krebsrisiko

Die Nebenwirkungen hängen insbesondere von der Dosierung ab, die je nach Patient sehr unterschiedlich sein kann. Erfahrungsgemäß vermindern sich die Nebenwirkungen im Verlauf der Anwendung. Cannabisblüten können oral eingenommen, über einen Verdampfer inhaliert oder geraucht werden.

Cannabis ist kein Wundermittel und hilft nicht allen Patienten!

Insbesondere Patienten mit einem hohen Risiko für Psychosen oder Vorerkrankungen am Herzen müssen beim Konsum von Cannabis Vorsicht walten lassen. Generell ist eine ärztlich begleitete, gezielt durchgeführte Anwendung von Cannabis immer einer selbst organisierten Anwendung vorzuziehen. Auf Grund der jahrzehntelang blockierten Forschung und des fehlenden staatlichen Interesses an einer verstärkten Anwendung erfahren viele Patienten aber oft erst durch eigene Experimente, dass Cannabis ihnen hilft.