Cannabis Ärzte

Erklärung zum neuen (Med)CanG

Was ändert sich zum 01.April 2024 mit dem neuen Cannabisgesetz?

Übersicht zum Thema

Begriffserklärung

CanG = Cannabisgesetz
MedCanG = Medizinalcannabisgesetz

Das MedCanG ist Teil des CanG. 

Hinweis: Im Folgenden arbeiten wir mit den Abkürzungen (Med)CanG und CanG. 

Veränderungen für Patienten und Konsumenten 

Mit der Neuklassifizierung von Cannabis, die am 1. April 2024 in Kraft tritt, stehen umfassende Änderungen für Patienten und Konsumenten bevor. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen und deren Auswirkungen.

Für Patienten: Erleichterter Zugang zu Medizinalcannabis

Die Reklassifizierung bedeutet, dass Cannabis nicht mehr als Betäubungsmittel eingestuft wird. Für Patienten hat dies mehrere Vorteile:

  • Verschreibungspflichtiges Arzneimittel: Medizinalcannabis wird als klassisches verschreibungspflichtiges Medikament behandelt.
  • Kein BtM-Rezept erforderlich: Die Notwendigkeit eines speziellen Betäubungsmittelrezepts entfällt, was den Zugang erheblich vereinfacht.
  • Verlängerte Gültigkeit von Rezepten: Rezepte für Medizinalcannabis verlieren ihre Gültigkeit nun nach 28 Tagen für gesetzlich Versicherte und nach 90 Tagen für Privatversicherte, anstelle der bisherigen 7 Tage.
  • Einführung von E-Rezepten: Elektronische Rezepte können die Patient Journey vereinfachen und ermöglichen eine schnelle Medikamentenzustellung durch Versandapotheken, vorausgesetzt, die technischen Voraussetzungen sind gegeben.

Für Konsumenten: Legalisierung im privaten und öffentlichen Raum

Ab dem 1. April 2024 sind der Besitz und der Eigenanbau von Cannabis unter bestimmten Bedingungen legal:

  • Im privaten Raum: Bis zu 50 g Cannabis für den Eigenbedarf und der Anbau von bis zu drei Cannabispflanzen pro Person pro Haushalt sind erlaubt.
  • Im öffentlichen Raum: Der Besitz von bis zu 25 g Cannabis für den Eigenbedarf wird toleriert.

Ab dem 1. Juli 2024 wird zudem der gemeinschaftliche, nichtgewerbliche Eigenanbau sowie die kontrollierte Weitergabe von Cannabis durch Anbauvereinigungen möglich sein.

Fahrerlaubnis und THC-Grenzwerte

Das Verkehrsministerium arbeitet an der Festlegung neuer THC-Grenzwerte für das Führen von Kraftfahrzeugen. Der aktuell diskutierte Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blut stößt jedoch auf Kritik. Der Hanfverband hätte eine Anhebung bevorzugt, die näher an den kanadischen Regelungen liegt, wo Grenzwerte von bis zu 10,0 Nanogramm für eine mögliche Ahndung ohne Ausfallerscheinungen gelten.

Verschreibung und Telemedizin

Mit der flächendeckenden Einführung von E-Rezepten wird auch die Verschreibung von Medizinalcannabis für gesetzlich und privat Versicherte vereinfacht. Zudem ändern viele Telemediziner ihre Preisstrukturen für die Ausstellung von Rezepten, um die Patienten zu unterstützen. Beispielsweise bietet Algea Care Rezepte zu Sonderkonditionen ab April an, während Dr. Ansay bereits jetzt Rezepte für 4,20 € ausstellt.

Diese umfassenden Änderungen markieren einen signifikanten Schritt in der Cannabispolitik Deutschlands und versprechen sowohl für Patienten als auch für Konsumenten erhebliche Verbesserungen.

Cannabis Ärzte auf einem Blick

Hier finden Sie ein Auszug der besten und neuesten Ärzte, die Ihnen anhand Ihrer Erkrankung ein Rezept für Cannabis ausstellen können. Welche Erkrankung behandelt wird finden Sie entsprechend im jeweiligen Inserat.

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