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Cannabis Experten

Erhalten Sie eine angemessene Beratung samt Therapie mit Cannabis

Übersicht zu Cannabis

Was sind Cannabis Experten?

Cannabis Experten sind in der Branche sehr gefragt. Es sind medizinische Fachkräfte, die sich auf Cannabis als Medizin spezialisiert haben. Sie können Patienten helfen, die mit einer Vielzahl von medizinischen Problemen zu tun haben, darunter fallen beispielsweise chronische Schmerzen, Angstzustände und Krampfanfälle. Bei so vielen Informationen und Fehlinformationen, die über Cannabis kursieren, ist es wichtig, Fachkräfte zu haben, die fundierte Ratschläge geben können.

Darunter fallen auch sog. Cannabispsychologen. Das sind Experten auf dem Gebiet der Behandlung von Cannabissucht. Sie können Menschen helfen, die mit Cannabisabhängigkeit zu kämpfen haben, sowie denen, die Cannabis zu Freizeitzwecken konsumieren.

Es gibt eine Vielzahl von Cannabis Experten in Deutschland. Hier finden Sie eine Liste qualifiziertesten Cannabis Experten.

 

Cannabis Experten auf einem Blick

Hier finden Sie ein Auszug der besten und neuesten Cannabis Experten, die Ihnen anhand Ihrer Erkrankung ein Rezept für Cannabis ausstellen können. Welche Erkrankung behandelt wird finden Sie entsprechend im jeweiligen Inserat.

Die Besten Standorte

Welche Aufgaben haben Cannabis Experten?

Um sich selbst und Patienten gegenüber dem Gesetzgeber zu schützen, ist eine individuelle und persönliche Beratung durch einen Cannabis Experten Pflicht, wobei folgenden Aspekte / Fragen evaluiert werden müssen:

  • Welche Erkrankung liegt beim Patienten vor?
  • Welches Cannabis Präparat wirkt am besten?
  • Wie soll Cannabis eingenommen werden?
  • Welche Wirkungen und Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Cannabis zu erwarten?
  • Wie ist die rechtliche Situation im Straßenverkehr, bei Reisen in der EU?

Wenn sie ins Ausland verreisen und Cannabis mitnehmen möchten, benötigen sie eine besondere Bescheinigung (z.B. für den Schengen Raum), die Ihnen Ihr Cannabis Experte ebenfalls ausstellen kann.

Weshalb sollte man Cannabis Experten aufsuchen?

Patienten ersuchen aufgrund Ihrer Erkrankung eine gewünschte Wirkung und einen gezielten Effekt von der natürlichen Heilpflanze um Ihren Beschwerden entgegenzuwirken. Die Problematik, die sich hier behauptet, ist die Tatsache, dass Cannabis an sich eine sehr komplexe Pflanze ist, die sehr viele unterschiedliche Eigenschaften besitzt.

Aus diesem Grund erhalten tausende Patienten inkorrekte, falsche, ungenaue oder einfach erfundene Ratschläge, welche Cannabisprodukte sie probieren sollten, was echte Cannabisqualität ausmacht oder wie sie die richtigen Cannabisprodukte für sich finden. Dies führt oft zu schrecklichen Erfahrungen, Fehlinformationen, Gesundheits- und Sicherheitsbedenken und einer anhaltenden Stigmatisierung der Branche.

Aus diesem Grund reicht es meist nicht, einen beliebigen Arzt zu konsultieren. Cannabis Experten sollte Expertise über Geschichte, Wissenschaft, Botanik, Genetik, Anbau, Verarbeitung, Verkauf und Konsum von Cannabis vorweisen können.

Ein weiterer Aspekt, der sich die nächsten Jahre etablieren sollte, ist, die Möglichkeit  zur aktiven Bewertung und Einstufung der Qualität von Cannabisblüten und -konzentraten unter Verwendung von systematischen Bewertungsprotokollen.

Wie könnte so ein Bewertungsprotokoll für Cannabis aussehen?

1. Bewertung des Aussehens von Cannabis

Die Beurteilung des Aussehens sollte mit einer gründlichen Sichtprüfung der Probe mit einer hochwertigen 10-fachen Juwelierlupe beginnen. Der Cannabis Experte sollte darauf trainiert sein, systematisch zu beurteilen:

  • Trichomdichte: die Menge an Trichombedeckung
  • Unversehrtheit der Trichome: die Erhaltung der Trichome
  • Struktur: die Form der Blume oder des Konzentrats
  • Besatz: Die Pflege und Qualität des Besatzes
  • Blütenreife: die Reife der Blüte
  • Kontamination: die Sauberkeit des Produkts
  • Trocknungsgrad: das Niveau und die Qualität der Trocknung
  • Einzigartigkeit: die Seltenheit

Der erste Aspekt berücksichtigt also die visuelle Inspektion. Die natürlichen Merkmale des Cannabisprodukts (Trichome und Struktur) sowie Merkmale, die darauf hinweisen, wie gut die Pflanze gepflegt und verarbeitet wurde (Beschnitt, Kontamination und Einzigartigkeit).

Es gibt viel, was dazu beiträgt, dass ein Produkt gut aussieht – von der Saat bis zur Seele, und ein Bewertungsprotokoll hilft Ihnen dabei, all das zu beurteilen! Nach Abschluss des Abschnitts „Erscheinungsbild“  kann eine endgültige visuelle Note von 1 bis 10 berechnet werden.

2. Bewertung des Aromas von Cannabis

Im nächsten Abschnitt sollte der Cannabis Experte darin geschult sein, das Aroma von Cannabis anhand einer Reihe klar definierter Kriterien systematisch zu beurteilen. Auf folgende Aspekte des Cannabis sollten hierbei geachtet werden:

  • Riecht es rein oder faulig?
  • Intensität: subtil bis kraftvoll
  • Komplexität: einzigartig bis vielschichtig
  • Alter: abbauend bis optimal
  • Primäre Aromakategorie: fuchtig, ölig, blumig, erdig, süßlich oder faulig
  • Primäre Terpenklasse: Myrcen, Limonen, Beta-Caryophyllen, Terpinolen, Pinen und andere
  • Essenzkategorie: identifizieren, wonach die Probe „riecht“
  • Einzigartigkeit: die Seltenheit der Aromen

Es ist üblich, dass Menschen einen „starken“ Geruch mit Qualität in Verbindung bringen, was auch teilweise richtig ist.

Das Aroma von Cannabis vermittelt viele Informationen über die Qualität seiner Eigenschaften. Beispeilsweise, ob die Blütezeit überschritten ist und wie es schlussendlich wirken wird.
Letztendlich ist die Einstufung des Aromas eine Einstufung der Terpene. Das Bewertungsprofil hilft Ihnen dabei das Terpen-Puzzle zu entschlüsseln, das sich hinter jeder Blüte und Konzentration befindet. Dabei wird Ihnen auch aufgezeigt, wie Sie die Tiefen des Aromas einschätzen und interpretieren können, die Nuancen von Cannabis herauszufiltern, sodass sich ein klares Bild der Qualität abzeichnet.

Nach Abschluss des Abschnitts „Aroma“  kann eine endgültige aromatische Note von 1 bis 10 berechnet werden.

 

3. Bewertung des Geschmacks von Cannabis

Als nächstes hilft die Geschmacksbewertung dem Cannabis Experten, das Hauptmerkaml des Geschmacks herauszufiltern. Insbesondere wird der Experte einen speziellen Gaumen entwickeln, um die komplexen Geschmacksprofile von Cannabis anhand der folgenden Kriterien zu verstehen und zu bewerten:

  • Zug: subtil bis kraftvoll
  • Körper: leicht bis vollmundig
  • Intensität: subtil bis kraftvoll
  • Komplexität: einfach bis komplex
  • Langlebigkeit: kurz bis langanhaltend
  • Glätte: rau bis glatt
  • Einzigartigkeit: häufig bis selten

Cannabis Experten verbringen Jahre damit, ihren Gaumen zu entwickeln, und das aus gutem Grund. Der Geschmack gibt Ihnen nicht nur eine Vorstellung von der Qualität eines Produkts, sondern kann auch Auskunft über die Herkunft geben. Das bringt uns zum nächsten großen Aspekt in der Cannabisindustrie.

Das Terroir und die Herkunft sind Ihnen im Moment vielleicht keine vertrauten Kategorien; Es ist jedoch klar, dass sich die Cannabisindustrie in eine Richtung bewegt, die darauf abzielt, diese Eigenschaften bald hervorzuheben. 

Nach Abschluss des Geschmacksabschnitts kann eine endgültige Geschmacksnote von 1 bis 10 berechnet werden.

 

4. Einstufung der Erfahrungen mit Cannabis

Schließlich enträtselt das Bewertungsprofil die Komplexität der körperlichen und geistigen Wirkungen von Cannabis, um den Verbrauchern den bestmöglichen Service zu bieten. Insbesondere ist der Cannabis Experte darin geschult, um zu bestimmen, wie ein Cannabisprodukt ein einzigartiges Erlebnis unter den folgenden Kriterien bietet:

  • Körperliche Wirkung: entspannend bis anregend im Körper
  • Geistige Wirkung: entspannend bis anregend im Geiste
  • Beginn: verzögert bis schnell
  • Intensität: leicht bis stark
  • Dauer: kurz bis langanhaltend
  • Nachwirkung: entspannend bis keine
  • Einzigartigkeit: häufig bis selten

Der Erfahrungsabschnitt sollte nicht quantitativ bewertet, da jede Art von Erfahrung mit Cannabis unterschiedlich ausfallen kann. Außerdem wird jeder Konsument selbst einzigartige Erfahrung machen und persönliche Vorlieben haben, wenn es um Cannabis geht. Daher ist es sinnvoll, in diesem Abschnitt einen anderen Ansatz zu wählen.

Mehr noch als in anderen epikureischen Industrien werden die Auswirkungen von Cannabisprodukten im Vordergrund des Bewusstseins der Konsumenten stehen. Bei Kaffee, Bier oder Käse kommt es bei der Qualitätsbeurteilung nur auf Aussehen, Geruch und Geschmack an. Niemand denkt darüber nach, ob das Koffein aus zwei unterschiedlichen Kaffeesorten etwas anders wirkt.

Die mit seiner Verwendung verbundenen Wirkungen machen Cannabis als Pflanze so einzigartig. Ein Cannabis Experte muss über die Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen, um der Konsumenten und Patienten die Auswirkungen auf verständliche Weise erklären zu können. 

 

5. Die finale Bewertung

Nach Abschluss des Bewertungsprofils sind Cannabis Experten in der Lage, eine Endnote zu berechnen und einen Bericht zu erstellen, der die wahre Qualität aller Cannabisblüten- oder Konzentratprodukte hervorhebt. Ein Bewertungsprofil ist insofern revolutionär, um ein standardisiertes Kriterium zur Einstufung der Cannabisqualität zu schaffen. 

 

Im Jahr 2017 hat der deutsche Gesetzgeber die nationalen Betäubungsmittelgesetze und andere damit zusammenhängende Bestimmungen geändert, um den Anbau, die Verbreitung und den Konsum von Cannabis für medizinische Zwecke zu legalisieren. Diese Bestimmungen ermöglichen Ärzten nun, medizinisches Cannabis auf der Grundlage einer ärztlichen Verschreibung zu verschreiben. Im Zuge dieser Gesetzesänderung hat der Gesetzgeber auch entsprechende Richtlinien und Gremien geschaffen, um diesen Prozess vom Anbau bis zur Abgabe an Patienten zu regeln. Es ist jedoch zu beachten, dass Cannabis nach wie vor sowohl als Betäubungsmittel als auch als Arzneimittel eingestuft wird und daher in Deutschland nur unter den nachfolgend beschriebenen spezifischen rechtlichen Voraussetzungen verkehrsfähig ist.

Da Cannabis ein nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel ist, ist der Anbau von Cannabis genehmigungspflichtig. Dieser Grundsatz wurde mehrfach von deutschen Höchstgerichten bestätigt (BVerfG, Beschluss vom 03.09.1994 – 2 BvL 43/92; BVerfG, Beschluss vom 01.09.1994 – 2 BvQ 33/94; BVerwG, Urteil vom 21.12 -2000 – 3 C 20/00).

Mit dem am 10. März 2017 in Kraft getretenen Gesetz zur Änderung von Betäubungsmitteln und sonstigen Vorschriften (BtMRÄndG) hat der Gesetzgeber jedoch die Möglichkeiten zum Anbau und zur Verschreibung von Cannabis erweitert. Deutschland hat als Vertragsstaat die Anforderungen der Artikel 23 und 28 (1) des Einheits-Übereinkommens der Vereinten Nationen über Suchtstoffe von 1961 erfüllt. Danach muss ein Vertragsstaat, der den Anbau von THC-reichem Cannabis für medizinische Zwecke erlaubt, eine staatliche Behörde einrichten, die den Anbau genehmigt und an die alle Anbauer die gesamte Ernte abliefern müssen. Aus diesem Grund hat Deutschland die Cannabisagentur (eine Unterabteilung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte – BfArM) geschaffen, die den Anbau, die Ernte, die Verarbeitung, die Qualitätskontrolle, die Lagerung, die Verpackung und den Vertrieb an den Großhandel und Apotheken, kontrolliert.

Die Cannabisagentur schreibt in einem europaweiten staatlichen Bieterverfahren die zu beschaffenden Cannabismengen für medizinische Zwecke nach Maßgabe der einschlägigen Schwellenwerte des 4. Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) aus. Dabei vergibt die Cannabisagentur Aufträge an Erzeuger in Deutschland zur Lieferung von Cannabis und schließt mit ihnen zivilrechtliche Liefer- oder Dienstleistungsverträge ab. Die Ausschreibung und die Verträge mit den Anbauern beinhalten insbesondere Art und Menge des für medizinische Zwecke benötigten Cannabis. Die erfolgreichen Bieter sind verpflichtet, ihre Leistungspflichten aus der Zuschlagserteilung und dem anschließenden Liefervertrag eigenverantwortlich zu erfüllen, den Anbau sowie die Ernte etc. zu organisieren und die hierfür erforderlichen behördlichen Genehmigungen zu beantragen (in insbesondere eine betäubungsmittelrechtliche Erlaubnis zur Teilnahme am Betäubungsmittelverkehr nach § 3, also eine Erlaubnis zum Anbau). Das Verfahren wird von der Cannabis-Agentur gemäß Abschnitt 2 durchgeführt. § 19 (2a) des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG).

Gemäss Abs. 3 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) ist eine Erlaubnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erforderlich, wer Betäubungsmittel züchtet, herstellt, mit ihnen handelt oder – ohne mit ihnen zu handeln – einführt, ausführt, übertragen, verkaufen, anderweitig vermarkten oder erwerben.

Der Antragsteller muss bestimmte Unterlagen vorlegen, z. Nachweis, dass die verantwortlichen Personen über die erforderliche Fachkunde verfügen, oder eine Beschreibung, wie die Einrichtung gegen unbefugte Entnahme von Betäubungsmitteln gesichert ist. Die Bewerbungsvoraussetzungen sind vollständig in Abschnitt 7 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) aufgeführt

Da Cannabis nur für medizinische Zwecke angebaut wird und somit als Arzneimittel im Sinne des § 2 AMG gilt, muss der Anbauer zusätzlich eine Erlaubnis zur Herstellung von Arzneimitteln nach § 13 des Arzneimittelgesetzes einholen. Daher benötigt jeder gewerbliche oder gewerbsmäßige Hersteller von Cannabis als Arzneimittel eine Genehmigung der zuständigen Behörde gemäß § 12 Abs. 13 abs. 4 Arzneimittelgesetz (AMG). Die Entscheidung über die Erteilung der Genehmigung trifft die zuständige Behörde des Bundeslandes, in dem das Werksgelände liegt oder liegen soll.

Hinsichtlich der personellen und sachlichen Voraussetzungen hat der Bieter die erforderliche Sachkunde nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 BtMG nachzuweisen. Bei der Herstellung (einschließlich des Anbaus) von Betäubungsmitteln in Form von Arzneimitteln ist die erforderliche Sachkunde gemäß § 15 Abs. 1 AMG nachzuweisen. Die von der Cannabisagentur erteilten Genehmigungen sind daher auf einen Kreis von Bietern mit Branchenkenntnissen und Berufserfahrung zugeschnitten, was durch ihre Eignung und Vertragsanforderungen nachgewiesen wird. Nach Erteilung der Zulassung hat der Hersteller die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen (§ 15 BtMG), laufende Aufzeichnungen zu führen (§ 17 BtMG) und Meldungen (§ 18 BtMG) an die zuständige Behörde abzugeben.

In Bezug auf die Anforderungen an den Anbauprozess selbst muss Cannabis gemäß der Guten Landwirtschafts- und Sammelpraxis (GACP), einem Anhang der Europäischen Union – Gute Herstellungspraxis (EU-GMP), angebaut werden und die Anforderungen der Cannabisblüten-Monographie laut Deutschem Arzneimittelbuch – DAB erfüllen. Die Richtlinien zum Anbauverfahren sind sehr umfangreich und müssen von den zugelassenen Bietern vollumfänglich berücksichtigt werden.

Neben dem heimischen Anbau wird die Versorgung der Patienten mit Cannabisprodukten durch Einfuhren abgedeckt, die mehrere Lizenzen und Genehmigungen nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Arzneimittelgesetz erfordern. Die Cannabisagentur ist jedoch nicht für den Import von Cannabis verantwortlich und wird daher importiertes Cannabis weder kaufen noch vertreiben. Dies fällt in die Zuständigkeit der Bundesopiumstelle.

Das erste erfolgreiche Ausschreibungsverfahren wurde im Mai 2019 abgeschlossen. Die Ausschreibung umfasst insgesamt 10.400 kg Cannabis, verteilt auf vier Jahre mit jeweils 2.600 kg. Es wird in 13 Partien von 200 kg pro Jahr aufgeteilt. Damit wurde der erste Auftrag für den Anbau und die Ernte von insgesamt 7.200 kg Cannabis vergeben.  Die gesamte Produktion wird von der Cannabisagentur aufgekauft und anschließend ohne Gewinn (§ 19 Abs. 2a Satz 3 BtMG) an pharmazeutische Hersteller, Großhändler und Apotheken weiterverkauft, die über die erforderlichen Lizenzen verfügen. Bis zur Einleitung des nächsten Ausschreibungsverfahrens bleibt der Anbau von Cannabis nur denjenigen vorbehalten, die bereits von der Cannabisagentur ausgewählt wurden.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass es in der Vergangenheit in Deutschland unter ganz besonderen Umständen möglich war, eine Erlaubnis zum Eigenanbau und Gebrauch von Cannabis aus medizinischen Gründen zu erhalten. 2016 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass der an Multipler Sklerose erkrankten Klägerin der Eigenanbau von Cannabis gestattet sei, da nachgewiesen sei, dass es keine Behandlungsalternativen gebe und der Kauf von Cannabis in der Apotheke für die Klägerin nicht bezahlbar sei (BVerwG, Urteil vom 6 -4-2016 – 3 C 10/14). Allerdings wurde mit dem Gesetz zur Änderung von Betäubungsmitteln und anderen Vorschriften (BtMRÄndG) im Jahr 2016 das Betäubungsmittelgesetz dahingehend geändert, dass für diese Patienten keine Erlaubnis mehr erforderlich ist.

Nach dem Anbau verkauft die Cannabisagentur das medizinische Cannabis unter anderem an Hersteller von Cannabis-Medikamenten, Großhändler oder Apotheken weiter. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) legt hierfür seinen Einkaufspreis fest. Die dem BfArM entstehenden Personal- und Sachkosten sollen über einen kostendeckenden Zuschlag refinanziert werden. Das BfArM darf keine Gewinne oder Überschüsse erzielen.

Da Cannabis als Arzneimittel gilt, müssen Hersteller die für den Umgang mit Betäubungsmitteln erforderliche Erlaubnis einholen und die einschlägigen Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes und des Arzneimittelgesetzes einhalten. Dazu gehört – analog zu den Anbauvoraussetzungen – die Beantragung einer Erlaubnis zum Umgang mit Betäubungsmitteln gem. 3 und 7 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Im Gegensatz zum Anbau ist die Bundesopiumstelle jedoch ausschließlich für die betäubungsmittelrechtlichen Aspekte bei der Herstellung von Cannabisprodukten zuständig. Antragsteller sollten in diesem Zusammenhang die auf der Homepage des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) abrufbaren Anwendungshinweise speziell für Hersteller berücksichtigen. Darüber hinaus unterliegt die Herstellung von Cannabisprodukten dem Arzneimittelgesetz und muss gemäß dem deutschen Arzneimittelgesetz (AMG) wie oben beschrieben erfolgen.

Betäubungsmittel dürfen auf dem Markt nur an Personen oder Körperschaften abgegeben und weiterverkauft werden, die im Besitz einer Erlaubnis zum Erwerb von Betäubungsmitteln nach § 3 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) sind oder an Körperschaften, die von der Erlaubnispflicht gemäß § 4 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) befreit sind, beispielsweise Apotheken. Dies ergibt sich aus § 12 Abs. 1 Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

Handelt es sich bei dem Cannabisprodukt um ein sogenanntes „Fertigarzneimittel“ im Sinne des § 4 AMG, ist der Inverkehrbringer verpflichtet, eine Genehmigung für das Inverkehrbringen für dieses spezielle Produkt gemäß § 21 des deutschen Arzneimittelgesetzes (AMG) einzuholen.

Das Inverkehrbringen eines solchen Cannabisprodukts auf dem deutschen Markt kann als unlautere Wettbewerbspraktik verboten werden, wenn für das konkrete Produkt keine Marktzulassung vorliegt. Daher müssen solche Produkte wie jedes andere Fertigarzneimittel den gesamten Marktzulassungsprozess und damit umfangreiche klinische Prüfungen durchlaufen, bevor sie auf den deutschen Markt gebracht werden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf (15 U 21/18) hat mit Beschluss vom 02.08.2018 klargestellt, dass Produkte auf Cannabisbasis unter bestimmten Umständen als Fertigarzneimittel einzustufen sind und daher für das Inverkehrbringen einer Erlaubnis bedürfen.

Die Einstufung eines Fertigarzneimittels hängt laut Gericht insbesondere von der Art und Weise ab, wie das Produkt auf dem Markt präsentiert wird. Wird das Produkt beispielsweise mit einer kindersicheren Verpackung vertrieben, so deutet schon die äußere Erscheinung darauf hin, dass ein solches Produkt nicht nur als Bestandteil zur Herstellung magistraler Arzneizubereitungen bestimmt ist, sondern als Fertigarzneimittel erscheint. Wenn Produkte nur als Herstellungsbestandteil für Apotheken bestimmt sind, sollten Inverkehrbringer daher sehr genau darauf achten, dass ihre Produkte nicht als Fertigarzneimittel präsentiert werden.

Unternehmen, die im Großhandel mit medizinischem Cannabis tätig sind, müssen zusätzlich eine Erlaubnis nach § 52a des deutschen Arzneimittelgesetzes (AMG) einholen, wie dies für den Handel mit allen Arzneimitteln erforderlich ist.

Wer Betäubungsmittel ein- oder ausführen möchte, muss zusätzlich zu der oben beschriebenen erforderlichen Erlaubnis zum Umgang mit Betäubungsmitteln nach § 3 BtMG eine Ein- oder Ausfuhrerlaubnis beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach § 11 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) beantragen. Genehmigungen zur Einfuhr werden nach Stellung eines Einfuhrantrags nach § 1 BtMAHV, zur Ausfuhr nach Stellung eines Ausfuhrantrags nach § 7 BtMAHV erteilt (BtMAHV).

Wer medizinisches Cannabis gewerbsmäßig oder gewerbsmäßig aus Staaten einführen möchte, die nicht Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder andere Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind („Drittstaaten“), bedarf einer Erlaubnis der zuständigen Behörde gem § 72 Arzneimittelgesetz (AMG). ebenso wie für die Einfuhr von Arzneimitteln erforderlich.

In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass eine solche Einfuhrgenehmigung nur die „zollrechtliche Genehmigung“ umfasst und daher, wenn das Produkt auch als „fertiges Medizinprodukt“ im Sinne der Satzung einzustufen ist, mit einer Genehmigung für das Inverkehrbringen kombiniert nach § 21 Arzneimittelgesetz (AMG) werden muss.

 

Medizinisches Cannabis darf nicht direkt an Endverbraucher verkauft werden.

Cannabis wird ausschließlich für medizinische Zwecke angebaut und ist somit ein Arzneimittel.
Daher darf es nur nach strenger Indikationsstellung von einem Arzt verschrieben werden. Bitte beachten Sie, dass die Verschreibung von Cannabis durch Zahnärzte und Tierärzte nicht gestattet ist, da es keinen medizinischen Nachweis für eine zahn- oder tierärztliche Anwendung gibt.

Aus rechtlicher Sicht muss der Arzt die Voraussetzungen des § 13 Abs. 1 S. 1 lit. 1 und 2 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) erfüllen. Dies gilt ebenfalls für alle anderen verschreibungspflichtigen Arzneimittel. Danach ist die Verschreibung von im BtMG bezeichneten Betäubungsmitteln nur zulässig, wenn der Arzt aufgrund seiner eigenen Prüfung davon überzeugt ist, dass die Anwendung nach den anerkannten Regeln der medizinischen Wissenschaft zulässig und erforderlich ist.

Jedoch ist gemäß § 13 Abs. 1 S. 1 lit. 2 BtMG die Anwendung insbesondere dann nicht gerechtfertigt, wenn der beabsichtigte Zweck auch auf andere Weise erreicht werden kann, beispielsweise durch eine Therapie mit einem Arzneimittel, das kein Anästhetikum ist. Die zulässige Verordnung eines Anästhetikums setzt daher voraus, dass der Arzt nicht nur eine konkrete Diagnose und eine entsprechende Behandlungsindikation stellt, sondern auch, dass andere Therapieformen nicht geeignet sind.

Bitte beachten Sie, dass die maximale Cannabismenge, die ein Arzt einem Patienten innerhalb von 30 Tagen verschreiben darf, auf 100 Gramm begrenzt wurde.

Dies wurde aus den Erfahrungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Rahmen der nach dem bisherigen Betäubungsmittelrecht erforderlichen Ausnahmen für Patienten zur Abnahme der für medizinische Zwecke erforderlichen monatlichen Mengen in Form von getrockneten Blüten abgeleitet.

Da unterschiedliche Krankheitsbilder und Indikationen mit verschiedenen Sorten von standardisiertem Cannabis für medizinische Zwecke behandelt werden können, die sich im THC-Gehalt unterscheiden können, wurde die maximale Verschreibungsmenge für eine einfache Anwendung unabhängig vom THC-Gehalt festgelegt.

Darüber hinaus ist gemäß § 13 Abs. 2 Satz 1 BtMG die Abgabe von Cannabis durch Apotheken nur gegen Vorlage eines besonderen Rezepts für diesen Zweck gestattet. Apotheken, die Cannabis abgeben, müssen dies nach den üblichen Vorgaben für die Verschreibung von Betäubungsmitteln, insbesondere §§ 9 und 12 der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV), tun.

GKV-Versicherte haben in streng begrenzten Ausnahmefällen Anspruch auf Versorgung mit Cannabis-Medikamenten in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten und auf Versorgung mit Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon. Allerdings muss nach § 31 Abs. 6 Satz 2 Sozialgesetzbuch (SGB V) vor Beginn einer Therapie mit Cannabis als Blüten oder Extrakt die Zustimmung der Krankenkasse eingeholt werden.

Medizinisches Cannabis darf vom Verbraucher nicht direkt gekauft werden, da es als Betäubungsmittel eingestuft ist. Betäubungsmittel dürfen nur von Personen oder Körperschaften erworben werden, die im Besitz einer Erlaubnis zum Erwerb von Betäubungsmitteln nach § 3 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) sind. Dies ergibt sich aus § 12 Abs. 1 Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

Im Übrigen gilt bei der Preisbildung von Cannabis die Arzneimittelpreisverordnung über § 78 des Arzneimittelgesetzes. So gelten für Cannabis, das vorproduziert und in einer für den Verkauf an den Verbraucher bestimmten Packung in den Verkehr gebracht wird, die Preisspannen für Fertigarzneimittel für Großhändler und Apotheker. Für andere Cannabisformen gelten ebenfalls die in der AMPreisV vorgesehenen Zuschläge.

Medizinisches Cannabis muss in Übereinstimmung mit der Guten Landwirtschafts- und Sammelpraxis (GACP) für Ausgangsmaterialien pflanzlichen Ursprungs, einem Anhang der Europäischen Union – Gute Herstellungspraxis (EU-GMP), angebaut werden und die Anforderungen des Europäischen Arzneibuchs und der Cannabisblüten-Monographie erfüllen, die Teil des Deutschen Arzneimittelbuchs ist.

Dieses Arzneibuch ist eine Sammlung anerkannter pharmazeutischer Regeln zur Qualität, Prüfung, Lagerung, Abgabe und Bezeichnung von Arzneimitteln. Die zu ihrer Herstellung verwendeten Stoffe werden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht (§ 55 Abs. 1 Arzneimittelgesetz). AMG)).

Cannabis wird – im Allgemeinen – entweder als magistrales Arzneimittel („Rezepturarzneimittel“) in Form von medizinischen Cannabisblüten (getrocknete Blüten der Cannabispflanze), als Cannabisextrakt (ein Extrakt aus Bestandteilen der weiblichen Cannabispflanze ) oder als spezifische Zusammensetzung des Wirkstoffs Dronabinol (THC) vertrieben.

Die genauen Rezepturvorschriften für solche Präparate sind im „Neuen Rezeptformular (NRF)“ festgelegt, das das Standardwerk für die Arzneimittelherstellung in Apotheken und Teil des Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) ist. Außerdem sind mit Sativex® (Dickextrakte aus Cannabis, Wirkstoff: Nabiximol) und Canemes® (Wirkstoff: Nabilon) zwei zugelassene „Fertigarzneimittel“ mit Cannabis auf dem Markt verfügbar.

Die Erlaubnis zum Umgang mit Betäubungsmitteln im Sinne des § 3 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) wird durch die Bundesopiumstelle (eine staatliche Stelle) erteilt.

Die Entscheidung über die Erteilung arzneimittelrechtlicher Lizenzen und Erlaubnisse, z.B. der Herstellungserlaubnis (§ 13 Abs. 4 AMG) trifft jedoch die zuständige Behörde des Bundeslandes, in dem der Betrieb liegt Standort liegt oder liegen soll.

Freizeitcannabis ist in Deutschland illegal.

Wer nichtmedizinisches Cannabis anbaut, herstellt, damit handelt, einführt, ausführt, verkauft, verschenkt, sonst in Verkehr bringt, erwirbt oder sich sonst beschafft, macht sich nach §§ 29 ff. des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) strafbar.

Grundsätzlich ist Nutzhanf in Deutschland legal. Dies gilt jedoch gemäß Anhang I (im Abschnitt „Cannabis“) des deutschen Suchtmittelgesetzes (BtMG) nur für Hanfpflanzen, die bestimmte Kriterien erfüllen, die in Artikel 9 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 639/2014 festgelegt sind. 

Diese Hanfpflanzen dürfen den Schwellenwert von 0,2% THC-Gehalts nicht überschreiten. Der Anbau jeglicher Form von Cannabis unterliegt ganz bestimmten Regeln und Auflagen, die in diversen Verordnungen festgelegt sind und von jedem erfüllt werden müssen, der deutschlandweit Hanf anbauen oder handeln möchte.

Die Erlaubnis zum Umgang mit Betäubungsmitteln im Sinne des § 3 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) wird durch die Bundesopiumstelle (eine staatliche Stelle) erteilt.


Die Entscheidung über die Erteilung arzneimittelrechtlicher Liznzen und Erlaubnisse, zB der Herstellungserlaubnis (§ 13 Abs. 4 AMG) trifft jedoch die zuständige Behörde des Bundeslandes, in dem der Betrieb liegt Standort liegt oder liegen soll.

Der rechtliche Status von CBD in Deutschland ist in vielerlei Hinsicht unklar. Daher sind die im folgenden Abschnitt gegebenen Antworten mit Vorsicht zu genießen, da es in dieser Angelegenheit nur sehr wenig Rechtsprechung gibt und es in letzter Zeit zu Änderungen in der öffentlichen Rechtsauffassung kommen kann.

Da CBD aus Cannabispflanzen hergestellt wird, muss der Anbau dieser Pflanzen in Übereinstimmung mit den Vorschriften für den Anbau von (Industrie-) Hanf oder medizinischem Cannabis erfolgen. Cannabis, das für medizinische Zwecke unter der Aufsicht der Cannabisagentur angebaut wird, kann auch zur Herstellung von CBD-basierten Arzneimitteln verwendet werden.

CBD ist in den Anlagen des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) nicht als Einzelstoff aufgeführt, was keine berauschende Wirkung hat. Somit ist CBD kein Betäubungsmittel im Sinne des BtMG.

Allerdings sind Pflanzen und Pflanzenteile der Gattung Cannabis sind nach Buchstabe b) unter der Überschrift Cannabis in Anlage I zu § 1 Nr. 1 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) nur dann von der Betäubungsmittelregelung ausgenommen, wenn diese aus Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut (Nutzhanf) stammen oder wenn ihr Gehalt an THC 0,2 % nicht übersteigt. Der Handel muss damit (mit Ausnahme des Anbaus) ausschließlich zu gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dienen, die Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen.

Daher sind nur CBD-Extrakte, die den THC-Grenzwert von 0,2 Prozent nicht überschreiten. Daher unterliegen diese Produkte nicht den Bestimmungen des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) und dürfen frei produziert werden.

Abgesehen vom Betäubungsmittelrecht unterliegen CBD-Produkte, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, in jedem Fall dem Arzneimittelrecht sowie dem Lebensmittelrecht und dürfen nur unter bestimmten Bedingungen hergestellt werden. Aus Sicht der Bundesopiumstelle und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind CBD-haltige Produkte als Arzneimittel einzustufen und bedürfen daher einer Herstellungserlaubnis nach § 13 Arzneimittelgesetz (AMG). 

Der in Deutschland mittlerweile gängige Kauf und (Weiter-)Verkauf von CBD-haltigen Produkten ohne Lizenz ist mit Vorsicht zu genießen und bis heute nur unter hohen rechtlichen Risiken möglich. Der Vertrieb von CBD wird durch das Betäubungsmittelgesetz, das Arzneimittelrecht und bestimmte Lebensmittelgesetze eingeschränkt.

In einigen Regionen Deutschlands haben Staatsanwaltschaft und Polizei Durchsuchungen bei Geschäftsinhabern durchgeführt, die CBD-basierte Produkte verkaufen („CBD-Shops“). Deutsche Behörden haben wiederholt betont, dass die spezifischen Regelungen für die Verwendung von medizinischem Cannabis und Industriehanf nicht missbraucht werden sollten, um Verbraucher mit THC-schwachen Präparaten für den persönlichen Konsum („Legal Highs“) zu versorgen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat festgestellt, dass aufgrund der oben genannten Einschränkungen unverarbeitete oder nur verarbeitete Pflanzenteile (z. B. getrocknetes und zerkleinertes Pflanzenmaterial) nicht an den Verbraucher abgegeben werden dürfen. Dies gilt jedoch nicht für alle Zubereitungen mit verarbeitetem Hanf, auch wenn sie noch geringe THC-Rückstände aus den Pflanzenteilen enthalten. Voraussetzung für die Abgabe an den Endverbraucher ist in jedem Fall, dass ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen werden kann. Erfüllt ein CBD-basiertes Produkt diese Anforderungen, kann es im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes als „legal“ gelten.

Daher dürfen Produkte wie CBD-Tees, CBD-Tabakersatzstoffe oder CBD-Duftkissen, die ausschließlich aus getrockneten und zerkleinerten Hanfpflanzen hergestellt werden, nicht an den Endverbraucher verkauft werden. CBD-Extrakte, die den THC-Grenzwert von 0,2 Prozent nicht überschreiten, unterliegen demnach nicht dem Betäubungsmittelrecht. CBD-Öle, die auf dem Markt sehr weit verbreitet sind, können daher betäubungsmittelrechtlich zulässig sein. Bei kosmetischen Produkten aus verarbeitetem Cannabis müssen Inverkehrbringer dieser Produkte nachweisen, dass ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen werden kann. Andernfalls dürfen diese Produkte nicht an den Endverbraucher verkauft oder von Privatpersonen importiert werden. Produkte, die ausschließlich aus Hanfsamen hergestellt werden, sind hingegen betäubungsmittelrechtlich legal.

Aber auch wenn ein Produkt die oben beschriebenen Anforderungen des Betäubungsmittelgesetzes erfüllt, darf es nicht legal vertrieben werden. CBD gilt als pharmazeutisches Präparat und wurde im Oktober 2016 in die Anlage 1 der Arzneimittel-Verschreibungsverordnung (AMVV) aufgenommen. Das bedeutet, dass CBD-haltige Produkte in vielen Fällen arzneimittelrechtlich nach § 48 AMG verschreibungspflichtig sind, unabhängig von der Dosis oder dem Verabreichungsweg.

CBD-haltige Produkte, die nicht unter die oben genannten Bestimmungen fallen und daher nicht als Arzneimittel oder Betäubungsmittel eingestuft werden, können darüber hinaus lebensmittelrechtlichen Vorschriften unterliegen. Insbesondere Extrakte aus Cannabis sativa L und Cannabinoid-haltige Folgeprodukte gelten als „neuartige Lebensmittel“, die nach dem EU-Lebensmittelrecht einer besonderen Genehmigung bedürfen. Dies fällt unter die Verordnung (EU) 2015/2283 über Novel Foods durch die Vertreter der EU-Kommission und der für Novel Foods zuständigen Behörden in den EU-Mitgliedstaaten.

Dies scheint die vorherrschende Meinung seitens der zuständigen Behörden und des wissenschaftlichen Dienstes zu sein, wird aber in Literatur und Presse kontrovers diskutiert. Wenn CBD-haltige Produkte direkt an den Verbraucher abgegeben werden sollen, sollten diese Bestimmungen jedoch sorgfältig unter Einbeziehung der jüngsten rechtlichen Entwicklungen in Deutschland überprüft werden. Händler sollten aber in jedem Fall eine Lizenzpflicht nach der Novel-Food-Verordnung übernehmen.

Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat THC-Richtwerte für Cannabinoide in Lebensmitteln abgeleitet. Sie dienen der Orientierung für Hersteller und Lebensmittelüberwachung. Laut einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) werden diese Richtwerte häufig überschritten. Sehr hohe THC-Gehalte wurden beispielsweise in hanfhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln gefunden. Fast alle Proben (94 %) übertrafen laut BfR den Richtwert.

Das Inverkehrbringen von Arzneimitteln unterliegt strengen Vorschriften des Heilmittelwerbegesetzes (HWG). Gemäß § 10 Absatz 1 Arzneimittelwerbegesetz (HWG) darf CBD als verschreibungspflichtiges Arzneimittel nur von Ärzten, Zahnärzten, Tierärzten, Apothekern und Personen beworben werden, die mit diesen Arzneimitteln rechtmäßig handeln.

Seit der Einführung von CBD auf dem deutschen Markt sind in Deutschland zunehmend CBD spezialisierte (Online-) Shops zu finden. Allerdings ist, wie oben beschrieben, die Rechtslage noch unklar und es kam immer wieder zu behördlichen Eingriffen in den CBD-Markt. Es ist zu erwarten, dass die Klärung rechtlicher Fragen im Zusammenhang mit der Verwendung von CBD-Produkten weitergeht und sich der Markt für CBD-Produkte in Deutschland entsprechend weiter entwickelt.

Die Cannabis-Agentur, eine Untereinheit des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), ist zuständig für die Überwachung und Kontrolle des Anbaus von medizinischem Cannabis in Deutschland gemäß § 19 Abs. 2a des Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

Die Bundesopiumbehörde, ebenfalls eine Untereinheit des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), regelt den legalen Handel mit Betäubungsmitteln, einschließlich Cannabis, und erteilt die erforderlichen Betäubungsmittelverkehrserlaubnisse nach dem BtMG Arzneimittelgesetz (BtMG).

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist zuständig für die Einfuhrbestimmungen aus Drittstaaten, die Anbauerklärung für Nutzhanf und die Durchführung der THC-Kontrollen für den Hanfanbau.

Es gibt keine besonderen finanziellen Anreize, um die Entwicklung der Cannabisindustrie in Deutschland von der Regierung voranzutreiben. Im privaten Sektor gibt es jedoch einige finanzielle Anreize, die darauf abzielen, Cannabis-Startups und -Unternehmen zu finanzieren. Da diese Unternehmen nach wie vor hauptsächlich auf Importe von (medizinischem) Cannabis angewiesen sind und auf dem deutschen Markt nur sehr begrenzt vertreten sind, sind finanzielle Anreize in Deutschland eher zurückgegangen.

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