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Einführung in Cannabis

Eigenschaften & Wirkungen der Cannabispflanze

Übersicht zu Cannabis

Die Cannabispflanze ist vielseitig, widerstandsfähig und kann – anders als viele Pflanzenarten – in fast jedem Klima der Welt überleben. Dank der Evolution (und später der selektiven Züchtung) hat sich die Art jedoch an die Landschaften angepasst, in denen sie kultiviert wird, und daher sind heute enorme Variationen zwischen Cannabispflanzen die Norm. Es gibt Tausende von einzigartigen Cannabissorten und jede hat unterschiedliche Eigenschaften, die sich auf das Wachstum, das Ertragspotenzial, den Geschmack und das Aroma sowie die physiologischen Effekte auf Menschen auswirken. Und dennoch können all diese Sorten in drei Cannabisunterarten gruppiert werden: „Cannabis sativa“, „Cannabis indica“ und „Cannabis ruderalis“.

Die überwiegende Mehrheit der fotoperiodischen Sorten (die die Blüte auf einer Veränderung des Lichtzyklus basierend einleiten) enthalten variierende Anteile von sowohl Indica- als auch Sativa-Genen. Ruderalis ist dagegen eine Art von autoflowering Cannabis, die in Abhängigkeit des Pflanzenalters in die Blüte wechselt und morphologisch oft als minderwertiger im Gegensatz zu fotoperiodisches Cannabis angesehen wird. Um die Unterschiede zwischen „Indica“ und „Sativa“ besser zu verstehen, hilft es, sich zunächst einmal die Taxonomie von Cannabis im Allgemeinen anzuschauen.

Die Unterarten von Cannabis

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Cannabis wurde zuerst in den 1750er Jahren von Carl Linnaeus, einem schwedischen Botaniker, klassifiziert. Er glaubte, dass es sich bei Cannabis lediglich um eine monotypische Gattung (die nur eine Art umfasst) handele, die er „Cannabis Sativa L“ taufte. Daraufhin erstellte Linnaeus diese Klassifikation durch die Arbeit mit Hanfpflanzen, die zu dieser Zeit weit verbreitet in Europa angebaut wurden.

Im Jahr 1785 veröffentlichte der französische Naturalist Jean-Baptiste Lamarck eine Beschreibung einer anderen Art von Cannabis, die sich von der Sorte von Linnaeus unterschied. Lamarck nannte diese Art „Cannabis Indica Lam“ und bemerkte, dass diese deutlich schlechtere Fasern, aber eine bessere berauschende Wirkung erzeuge. Seine Beschreibung beruhte auf Pflanzen, die er dabei in Indien gesammelt hatte.

Im 20. Jahrhundert identifizierte der russische Botaniker D. E. Janichevsky eine dritte Cannabisart, die in Russland heimisch wächst und die wir heute als „Cannabis Ruderalis“ kennen. In den 1970er Jahren versuchten Taxonomen und Botaniker erneut herauszufinden, wie sich die Cannabispflanze am besten klassifizieren lässt. Während es immer noch viele Diskussionen über die korrekte Taxonomie von Indica, Sativa und Ruderalis gibt, glauben Wissenschaftler, dass es genug klare Unterscheidungsmerkmale zwischen den Cannabisarten gibt, um damit die Anerkennung von drei verschiedenen Arten zu rechtfertigen.

Die offensichtlichsten Unterschiede zwischen Indica und Sativa zeigen sich in ihren physischen Eigenschaften. Der amerikanische Botaniker Richard E. Schultes beschrieb mit weiteren Forschern Sativa und Indica wie folgt:

Sativa: Groß und locker verzweigt mit schmalen Blättern

Indica: Kürzer mit konischer Form und breiteren Blättern

Die starken Unterschiede zwischen Indica und Sativa lassen sich besser erklären, wenn man sich einmal ihre geografischen Ursprünge betrachtet. Nachfolgend wollen wir uns die vielen Unterschiede zwischen Indica und Sativa einmal genauer anschauen.

Cannabis sativa ist in wärmeren, tropischen Klimazonen zu Hause und kommt natürlich wachsend in Thailand, Vietnam, Kolumbien, Mexiko und selbst in Teilen Afrikas vor. Um die langen, heißen und feuchten Sommern zu überleben, passten sich Sativapflanzen durch einen höheren Wuchs mit längeren Internodien, luftigeren Blüten und schmaleren Blättern an. So haben die Pflanzen einen natürlichen Schutz gegen die hohe Luftfeuchtigkeit und die damit einhergehende größere Gefahr von Schimmel und Schädlingen in diesen Gebieten entwickelt. Da Sativa-Pflanzen zu einem höheren Wachstum neigen, sind sie typischerweise auch besser für den Anbau im Freiland geeignet. Sie machen sich besonders in warmen, tropischen Klimaregionen mit langen Sommern gut. 

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Indica-Pflanzen dagegen stammen aus kühleren, trockeneren und gebirgigen Regionen wie jenen in Nepal, Indien und anderen Gebieten des indischen Subkontinents, wo die Sommer kühler und kürzer sind. Cannabis indica entwickelte so kürzere Blütephasen und ein dichteres Blattwerk und kompaktere Blüten, um mit den dortigen Bedingungen umgehen zu können. Dank ihrer kleineren Statur und der kürzeren Blütephase eignen sich Indica-Pflanzen perfekt für den Anbau in Innenräumen. Sie lassen sich leicht durch Trainingstechniken manipulieren und neigen zur Produktion schöner, dicker Blüten, die auch als Endprodukt ein besonders ansprechendes Erscheinungsbild haben. Dank ihrer schnellen Blüte erlauben Indica-Pflanzen einigen Herstellern auch, mehrere Ernten in kürzerer Zeit einzufahren.

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Die Blätter sind der einfachste Anhaltspunkt zur Unterscheidung. Indica-Pflanzen besitzen breitere 

Fächerblätter mit dickeren Fingern, während Sativas eher schmalere und längere Fächerblätter mit dünneren Fingern ausbilden. Geübte Augen können den Unterschied zwischen den beiden allein anhand der Statur erkennen. Indica-Pflanzen sind eher buschig und stämmig, während Sativa-Arten länger und schlaksiger sind und einen größere Internodien aufweisen.

Die beiden Unterarten bilden auch Blüten mit speziellen Eigenschaften, wenngleich es ein geübtes Auge braucht, um anhand von manikürten Blüten Sativa und Indica bestimmen zu können. Ganz zu schweigen davon, dass es sich bei den meisten modernen Sorten um Hybride aus beiden Unterarten handelt, was es nahezu unmöglich macht, die dominante Unterart nur durch eine Betrachtung der Blüten zu erkennen.

Im Allgemeinen sind Sativa-Knollen (Buds) leichter, länger, dünner und fluffiger. Es ist gut möglich, dass eine Tüte voller Sativa-Blüten nach viel mehr Material aussieht, da es nicht so dicht ist. Umgekehrt sind Indica-Blüten typischerweise viel kompakter und fester.

Wie andere Pflanzen auch kommt Cannabis entweder als reine Rasse oder als hybride Mischung verschiedener Sorten vor. Im Laufe der Kommerzialisierung der Cannabisindustrie werden sowohl reine Stämme als auch bestehende Hybride kontinuierlich vermischt und neu gemischt. Diese neuen Pflanzen sind als Hybriden bekannt. Infolgedessen können diese Hybridsorten indicadominiert, sativadominiert oder gleichmäßig aufgeteilt (50/50) sein. Diese Vielseitigkeit ermöglicht Züchtern, neuartige Sorten zu kreieren, die die besten Merkmale von sowohl Sativa als auch Indica nutzen, während sie die weniger vorteilhaften Eigenschaften eliminieren. 

Hybriden können auch mit Ruderalis (wie oben erwähnt) vornehmlich eingezüchtet wird, um die Blütezeit zu verringern. Allerdings werden seine anderen Qualitäten als minderwertig angesehen werden. Manche fotoperiodischen Sorten können einen kleinen Teil Ruderalis enthalten, diese Genetik kommt allerdings größtenteils in autoflowering Sorten vor. Diese Form von Cannabis blüht aufgrund ihrer genetischen Veranlagung automatisch, ohne Reduzierung der Beleuchtungsdauer von 18 auf 12 Stunden.

Hybriden werden typischerweise das unkomplizierte Wachstum von Indica-Pflanzen erben, während sie die äußerst begehrten, von Sativas gebotenen Effekte beibehalten. Hybriden sind daher zu einem Standard für Selbstversorger sowie kommerzielle Erzeuger geworden. Neben den offensichtlichen physischen Unterschieden zwischen Indica und Sativa, legen einige Studien auch nahe, dass die beiden Arten einen unterschiedlichen Gehalt an Terpenen aufweisen, was eine weitere Erklärung für die Frage sein könnte, ob sie unterschiedliche Wirkungen auslösen. Einige Quellen glauben zum Beispiel, die sedativen Eigenschaften als Merkmal einer typischen „starken Indica“-Cannabissorte mit einer hohen Konzentration an Myrcen in Verbindung bringen zu können. 

Ganz generell gibt es vier Arten von Sorten:

Sativa x Sativa:
Zwei verschiedene Sativa-Sorten werden miteinander gekreuzt.

Indica x Indica:
Zwei verschiedene Indica-Sorten werden miteinander gekreuzt.

Sativa x Indica:
Eine auf diese Weise beschriebene Sorte ist ein Hybrid mit sativadominierten Eigenschaften. Er zeigt jedoch Merkmale beider Cannabissorten.

Indica x Sativa:
Auch solche Exemplare werden Eigenschaften beider Cannabissorten tragen, aber indicadominiert sein.

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Zusätzlich gibt es noch autoflowering Hybriden, in die Ruderalis-Genetik eingekreuzt wurde.

Jegliches Züchten von Pflanzen beinhaltet den gleichen grundlegenden Prozess, der natürlich auch für Cannabis gilt: Eine weibliche Pflanze muss mit männlichen Pollen bestäubt werden. So geschieht es in der Natur. Bei der Hybridzüchtung führen Züchter jedoch eine selektive Zucht in einer kontrollierten Umgebung durch. Mit anderen Worten: Sie wählen die weibliche Pflanze und den männlichen Pollen gezielt aus, um eine bestimmte Eigenschaft oder eine Anzahl von Eigenschaften zu erzeugen.

Die durch diesen Prozess entstandenen gekeimten Samen sind Hybriden der ersten Generation ihrer männlichen und weiblichen Eltern. Mit denjenigen unter ihnen, die die gewünschten Eigenschaften erworben haben, wird in der Folge weitergezüchtet. Sobald diese Merkmale aufgetreten sind, werden die Züchter die Sorte „würfeln“. Das heißt, sie werden einen Hybridnachkommen mit einer Elternsorte kreuzen, um die entstandenen Eigenschaften zu verfestigen. Dies wird normalerweise über drei oder mehr Generationen wiederholt, um die Merkmale zu stabilisieren.

Cannabis kann auch „sexuell“ oder „asexuell“ vermehrt werden. Der sexuelle Fortpflanzungsprozess beinhaltet die Kombination verschiedener Elternteile. Zu den vegetativen Methoden gehören jedoch auch das Klonen und sogar die Teilung von Wurzeln. Die asexuelle Fortpflanzung erlaubt es, immer genau dieselbe Pflanze zu produzieren.

Rund 140 der vielen chemischen Bestandteilen im Cannabis gehören zur Gruppe der organischen Kohlenwasserstoffe – den sogenannten „Terpenen“. Wie die Cannabinoide sind auch Terpene hauptsächlich im ausgeschiedenen Harz der Pflanze zu finden.

Die Kombination der verschiedenen Terpene definiert die Duftnote jeder Pflanze. Cannabis ist insofern speziell, weil jede Sorte ein einzigartiges Profil von Terpenen aufweist. Terpene weisen medizinische Eigenschaften auf, die unabhängig von den Cannabinoiden wirken.

Terpene sind nanopartikelgrosse, aromatische Moleküle. Deshalb können sie die Blut-Hirn-Schranke (Schicht, die das Gehirn vom Blut trennt, damit keine giftigen Substanzen ins Gehirn gelangen) überwinden. Dies bedeutet, dass sie ins zentrale Nervensystem eindringen und dort wirken. Die Moleküle in pharmazeutischen Wirkstoffen dagegen sind zu gross, um die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Dabei kann man die Terpene in drei unterschiedliche Isoprenketten einteilen, da ihre Struktur eben auf wiederkehrenden Isoprenketten (C5H8) aufbaut.

Monoterpene

Sie bestehen aus zwei Isoprenketten mit jeweils 5 Kohlenstoffmolekülen (C10H16). In der Cannabispflanze kommen die Monoterpene Limonen, Myrcen, Pinen, Terpinolen und Linalool vor.

Sesquiterpene

Sie setzen sich aus drei Isoprenketten zusammen und haben dementsprechend 15 Kohlenstoffmoleküle. Caryophyllen und Humulen sind Sequiterpene.

Triterpene

Diese Terpene mit 30 Kohlenstoffmolekülen sind hauptsächlich in den Wurzeln, Fasern und Samen von Industriehanf zu finden. Die Produktion der Terpene wird von Lichtstrahlung angeregt.

Funktionen der Cannabis-Terpene

Die aromatischen Inhaltsstoffe sind in den Blüten weiblicher, unbefruchteter Pflanzen besonders hoch konzentriert. Die Menge und Zusammensetzung der Terpene einer Pflanze hängt von ihrer Genetik und den Anbaubedingungen ab.

Während die Wirkungen und Eigenschaften der Cannabinoide (insbesondere von THC und CBD) bereits gut erforscht sind, ist das bei den Terpenen nicht der Fall. Einige Studien haben gezeigt, dass die Terpene zum sogenannten „Entourage-Effekt“ beitragen. Das heißt, sie verstärken die therapeutische Wirkung von anderen Bestandteilen, insbesondere der Cannabinoide. So wurde bewiesen, dass Terpene die nachteiligen Auswirkungen von THC mildern und somit die therapeutische Wirksamkeit des Cannabinoids begünstigen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Zusammenwirken von Cannabinoiden und Terpenen die heilenden Eigenschaften des Cannabis verstärken kann.

Wie THC auch, interagieren Terpene mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems und beeinflussen so die Gesamtwirkung. Einige Terpene verändern die Menge des THC, das durch die Blut-Hirn-Schranke dringt. Terpene haben als einen Einfluss darauf, wie Cannabis auf unseren Körper wirkt und es gibt Studien, die aufzeigen, dass diese Bestandteile auch den Dopamin- und Serotoninspiegel beeinflussen können.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die unterschiedlichen Terpene und ihre Eigenschaften hinsichtlich Geschmacksrichtung, therapeutischen Nutzen und medizinischer Einsatzgebiete auf.

Eigenschaften der Terpene

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Unterschiedliche Terpene

  1. Humulen

Das Terpen „Humulen“ wirkt als antibakterielles Mittel und besitzt antitumoröse und entzündungshemmende Eigenschaften. Es konnte gezeigt werden, dass es in kleinen Mengen Staphylococcus Aureus Bakterien ausschaltet. Eine Studie aus dem Jahr 2003 belegt, dass Humulen, vor allem wenn es zusammen mit anderen Terpenen und Cannabinoiden wirkt, Krebszellen abtötet. Die jüngsten Studien kamen zu dem Schluss, dass Humulen ebenso entzüdungshemmend wie das Steroidarzneimittel Dexamethason wirkt. In der Natur kommt Humulen in Nelken, Basilikum, Hopfen und Cannabis Sativa vor. Es trägt ein subtiles erdiges, holziges Aroma mit würzigen Kräuternoten. Obwohl Cannabis häufig mit Appetitanregung in Verbindung gebracht wird, ist bekannt, dass Humulen tatsächlich den Hunger unterdrückt.

2. Beta-Caryophyllene

Beta-Caryophyllene ist in der Lage mit einigen Rezeptorstellen zu interagieren, aus denen sich das Endocannabinoid-System zusammensetzt. Die wichtigsten Cannabinoidwege innerhalb des Endocannabinoid-Systems sind die CB1- und CB2-Rezeptoren. Beta-Caryophyllen zielt nur auf den CB2-Rezeptor ab, was bedeutet, dass BCP keine psychoaktive Wirkung besitzt und somit potenziell zur Behandlung von Erkrankungen wie Arthritis und Multipler Sklerose beitragen kann. Caryophyllen (oder β-Caryophyllen) ist ein würziges, pfeffriges Terpen, das in vielen verschiedenen essbaren Pflanzen vorkommt. Gewürze wie schwarzer Pfeffer, Nelken und Zimt sowie Kräuter wie Oregano, Basilikum, Hopfen und Rosmarin weisen bekanntermaßen hohe Konzentrationen an Caryophyllen auf. Aufgrund seiner Affinität zu den peripheren CB2-Rezeptoren kommt Caryophyllen häufig in entzündungshemmenden topischen Substanzen und Salben vor.

3. Terpinolen

Terpinolen besitzt antibakterielle und antimikrobielle Eigenschaften. Terpinolen ist ein Antioxidans, das zusätzlich auch eine Oxidation des Lipoproteins niedriger Dichte (LDL) verhindern kann. LDL ist allgemein bekannt als „schlechtes Cholesterin“, ein wichtiger Auslöser für Herzerkrankungen. Die potenzielle Verhinderung von Oxidationsschäden an Zellen und anderen Molekülen, die von Terpinolen ausgeht, wird ergänzt durch die Fähigkeit, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. Eine Abnahme der Zellproliferation bei einigen Krebsformen ist ein aussagekräftiges Ergebnis der aktuellen Forschung. Einige Studien erwähnen die sedativen Eigenschaften von Terpinolen, so dass es sich auch um einen Kandidat für ein natürliches Heilmittel gegen Schlaflosigkeit handelt. Seine milde, aber wirksame unterdrückende Wirkung auf das zentrale Nervensystem könnte auch für die Reduktion psychischer Erregung und Angst angewendet werden.

4. Trans-Nerolidol

Trans-Nerolidol ist ein sekundäres Terpen, das in vielen starken Aromen wie Jasmin, Teebaum und Zitronengras enthalten ist. Als solches liefert es ein gedämpftes und nuanciertes Blumenaroma mit Noten von fruchtigen Zitrusfrüchten, Äpfeln und Rosen. Es wird angenommen, dass dieses Terpen sedierende Wirkungen hervorruft, welches das Wachstum von Leishmaniose (Infektionserkrankung) hemmt, antiparasitisch, antimykotisch und antimikrobiell wirkt.

5. Linalool

Linalool ist normalerweise für Cannabis sehr untypisch. Sein charakteristischer Lavendelduft mit einem Hauch von Schärfe hat es mit über 200 Pflanzentypen gemeinsam. Seine antimikrobiellen Eigenschaften schützen die Pflanze und stellen eine potenzielle therapeutische Anwendung beim Menschen dar. Linalool (oft in Form von Lavendel- oder Erdnussstielen und -blättern) wurde in der traditionellen Medizin wegen seiner beruhigenden und antiepileptischen Eigenschaften verwendet.

Linalool macht das Immunsystem widerstandsfähiger gegen die zerstörerischen Auswirkungen von Stress.Studien deuten darauf hin, dass die Verhaltenseffekte von Linalool weitgehend durch seine Auswirkungen auf das Gehirn vermittelt werden können. Eine Möglichkeit besteht darin, die Rezeptoren für die primäre exzitatorische Gehirnchemikalie Glutamat zu blockieren, die für die potenziell antiepileptischen Eigenschaften von Linalool bei einigen Formen der Epilepsie verantwortlich sein könnte. Dieses Terpen hat auch die Fähigkeit, die Wirkung anderer Beruhigungsmittel wie Pentobarbital zu verstärken. Zusätzlich kann Linalool muskelentspannend sein und durch zusätzliche Unterscheidungsmechanismen schmerzlindernde Wirkungen haben. Zum Beispiel reduziert Linalool die Signalstärke von Acetylcholin, einer Gehirnchemikalie, die für die Muskelkontraktion und -bewegung erforderlich ist. Linalool kann anästhetikaähnliche Wirkungen haben, indem es die Erregbarkeit von Zellen im Rückenmark verringert, die Schmerzsignale an das Gehirn übertragen.

Einige der schmerzlindernden Fähigkeiten von Linalool sind auf die Erhöhung des Adenosinspiegels zurückzuführen, einer hemmenden Hirnchemikalie, die insbesondere durch Koffein blockiert wird. Zusammen tragen diese zahlreichen Ziele des Nervensystems zu seinen beruhigenden, angstmindernden und schmerzlindernden Vorteilen bei. Die vielleicht aufregendste therapeutische Anwendung für Linalool ist das aufkommende Potenzial als neuartige Behandlung der Alzheimer-Krankheit. Eine vielversprechende Studie aus dem Jahr 2016 weist auf Linalool als mögliche Alzheimer-Behandlung hin. In einem genetischen Mausmodell der Alzheimer-Krankheit kehrte Linalool viele der mit der Krankheit verbundenen Verhaltens- und kognitiven Beeinträchtigungen um. Darüber hinaus reduzierte es die Anzahl der Hirnplaques und Zellverwicklungen, die die Krankheit definieren und zur Degeneration des Gehirns beitragen.

6. Pinene

Zu den meisterforschten Terpenen gehören die sogenannten Pinene. Wie der Name bereist andeutet, handelt es sich hierbei um dasselbe Terpen, das auch für den nostalgischen und sehr angenehmen Geruch nach Pinie, Kiefer und Tannen verantwortlich ist. Beta-Pinen kann eine starke antibakterielle Wirkung haben. Einige Studien haben gezeigt, dass Beta-Pinen bei Verwendung mit Linalool antidepressive Eigenschaften haben kann. Pinen können als effektiver Bronchodilator eingesetzt werden. Dieses Terpen  hilft dabei, die Atemwege im Atmungssystem zu erweitern. Die therapeutischen Eigenschaften dieses Mechanismus’ können also bei Atemwegsbeschwerden wie Asthma angewandt werden.

Eine weiterführende Forschung hat herausgefunden, dass Pinene eine Wirksamkeit beim Schutz der Lungen vor bestimmten Arten von Virusinfektionen haben. Eine veröffentlichte Studie bestätigt sowohl bei Alpha- als auch ß-Pinen eine Wirksamkeit bei der Unterbindung von ansteckenden Bronchitis-Viren. Pinene sind medizinisch höchst interessant, da sie u.a. die Nebennierenrindenaktivität und das vegetative Nervensystem positiv beeinflussen können. Pinene können eine cortisonähnlich Wirkung entfalten, was vor allem für den Fettstoffwechsel und für den Eiweißumsatz im Körper von Bedeutung ist. Pinen wirken also entzündungshemmend, antibakteriell, hilft beim Öffnen der Atemwege, verbessert die Gedächtnisleistung aufgrund der Beeinträchtung durch THC, lindert Schmerzen und Angstzustände oder Depressionen.

7. Camphen

Camphen verströmt einen sehr durchdringenden, moschusartigen Geruch nach Tannennadeln und feuchter Erde, der als nicht sehr angenehm empfunden wird. Camphen wird manchmal auch mit dem Terpen Myrcen verwechselt, das einen ähnlichen Geruch verströmt, aber häufiger vorkommt. Genau wie die anderen Terpene der Cannabispflanze zeigt auch Camphen verschiedene medizinische Eigenschaften und ragt als ein sehr starkes Antioxidans heraus. In der traditionellen Medizin wurde Camphen zur Behandlung von Infektionen mit Bakterien und Pilzinfektionen verwendet, wo es ein wirksames natürliches Heilmittel gegen Ekzeme, Schuppenflechte und weitere Hauterkrankungen abgibt. Camphen ist auch in verschiedenen Lebensmitteln, Duftstoffen, Salben und topischen Cremes enthalten, wo es als Zusatzstoff und Geschmacksverstärker verwendet wird.

Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass Camphen besonders wichtig für die Senkung des Cholesterinspiegels und der Triglyceride im Blut ist und somit das Risiko von Herzerkrankungen verringert. Eine im Jahr 2011 veröffentlichte Studie offenbarte die Fähigkeit dieses Terpens zur Senkung der Cholesterin- und Triglyceridwerte, den zwei Hauptursachen für Herzerkrankungen, einschließlich Schlaganfall und Herzinfarkt.

8. Delta-3-Caren

Delta-3-Caren (Δ3-Caren) hat einen süßen Geruch, der an Zitrone, Moschus und Kiefern erinnert. Man findet das bizyklische Monoterpen in Pflanzen wie: Basilikum, Pfeffer, Zedern, Kiefern, oder Rosmarin. Caren wirkt entzündungshemmend. Forschungsergebnisse aus dem Jahre 1989 zeigten, dass zwei ätherische Öle, die Caren und weitere Terpene enthalten, sehr effektiv gegen akute Entzündungen eingesetzt werden konnten. Mittlerweile hat auch eine neue Studie die Wirksamkeit des ätherischen Öls bestätigt.  In der traditionellen chinesischen Medizin, wird es schon seit tausenden von Jahren zur Behandlung traumatischer Verletzungen eingesetzt.

Die getesteten Öle enthielten Pinen, Caren und Limonen. Um die entzündungshemmenden und antinozizeptiven Wirkungen von Delta-3-Caren bewerten zu können, wurde es an Ratten getestet. Das Ergebnis: nicht nur Caren, sondern jedes der drei Terpene konnte die Entzündung hemmen. Nur Caren hatte jedoch die zusätzliche Wirkung,  auch effektiv als Schmerzmittel zu funktionieren.Caren hilft bei der Heilung von Knochen. In einer Studie 2004 stellte man fest, dass Caren das Wachstum und die Mineralisierung von Knochenzellen stark stimuliert. Auch wenn die Forscher die biochemischen Mechanismen nicht ganz entschlüsseln konnten. Für den privaten Konsum kann das bedeuten, dass Caren zusammen mit CBD und anderen Phytocannabinoiden aus der Cannabis zur Prävention von Osteoporose oder Arthritis, Bursitis, oder Fibromyalgie eingesetzt werden könnte.

Darüber hinaus wirkt Caren sehr gut gegen Pilzinfektionen. In einer Studie hat man die Wirkung gegen Candida-, Aspergillus- und Dermatophyten-Pilze getestet, die Infektionen der Haut, der Haare und der Nägel verursachen. Ganz offensichtlich wirkt dieses Terpen antimykotisch.

9. Cineol (auch Eucalyptol) 

Cineol (auch Eucalyptol) hat einen angenehmen und kühlenden Duft aus Eukalyptus, Minze, Rosmarin, Teebaum, Beifuß, Lorbeerblättern, Basilikum und Salbei. Dieses potente, kühlende und doch würzige Aroma wurde in verschiedenen Industrien verwendet und kann oft in Kosmetika, Lotionen, ätherischen Ölmischungen und Balsamen gefunden werden. Zusätzlich zu seinem Duftprofil wurde Eucalyptol recht intensiv untersucht und es ist nachgewiesen worden, dass es zahlreiche mögliche Anwendungen im Bereich der Medizin hat.

Cineol könnte aufgrund seines Potentials, das Gedächtnis und die Lernfähigkeit zu verbessern, einen positiven Effekt auf Alzheimer haben. Terpene sind so klein, dass sie mühelos die Blut-Hirn-Schranke passieren können, was bedeutet, dass sie direkte Effekte auf das Gehirn hervorrufen können. Studien haben Cineol während Gedächtnistests verabreicht, um zu sehen, welche Wirkungen es katalysieren könnte. Eine Studie aus dem Jahr 2012 mit 22 Teilnehmern testete den Effekt von Cineol auf die Stimmung und das Gedächtnis. Cineol konnte dabei zu verbesserter Wahrnehmung beitragen und möglicherweise manche Symptome lindern, die mit dem Ausbruch von Alzheimer erlebt werden. Cineol könnte auch bei einem weiteren Element von Alzheimer helfen. Während des Leidens fangen Beta-Amyloid-Proteine an, sich im Gehirn anzusammeln und die Nachrichtenübermittlung von Zelle zu Zelle an den Synapsen zu blockieren. Diese Proteine könnten außerdem Entzündungen auslösen. Von Cineol wurde nachgewiesen, dass es die von Amyloid-Beta-Plaques verursachten Entzündungen verringert.Die Cineol-Forschung hat aufgezeigt, dass das Molekül wirksam gegen bestimmte Sorten von Bakterien ist, einschließlich Escherichia coli, Enterobacter aerogenes, Serratia marcescens und Staphylococcus aureus, was seine antibakterielle Wirksamkeit zeigt. Staphylococcus aureus ist eine Art von Bakterie, die resistent gegen gewisse konventionelle antiobiotische Arzneimittel ist. Die Bakterie kann zu unzähligen Leiden beitragen, die mit ihr assoziiert werden, einschließlich Eiterflechte, Hautabszesse, Wundinfektionen und Haarwurzelentzündung. Cineol agiert nachgewiesenermaßen als ein Antioxidant und könnte demnach diese Vorteile bieten.

Eine im Jahr 2011 publizierte Studie verabreichte Ratten Cineol, die einem andauernden Umweltschadstoff ausgesetzt wurden. Die Forscher folgerten, dass Cineol antioxidative Aktivität zeigt und oxidativen Stress in den Ratten auf eine zeitabhängige Weise eliminiert.Wahrscheinlich der tiegreifendste Aspekt von Cineol ist die Antikrebsaktion des Moleküls. Eine 2002 im “Oncology Report” veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit beschreibt ausführlich eine Untersuchung, in der Cineol menschlichen Leukämie-Zelllinien verabreicht wurde. Die Forscher fanden heraus, dass Cineol das Wachstum der Leukämie-Zelllinien wegen der Auslösung von Apoptose unterdrückt. Apoptose wird als programmierter Zelltod beschrieben und im Körper benötigt, um eine normale Zellfluktuation und die angemessene Funktion des Immunsystems aufrechtzuerhalten. Zu wenig oder zu viel Apoptose kann die Ursache von zahlreichen Gesundheitsleiden sein, einschließlich vielen Krebsarten, die das Ergebnis von Zellmutationen sind. Darüber hinaus könnte Cineol weiterhin als ein effektives Therapeutikum gegen Asthma dienen. Eine 2012 im “Journal of Asthma” publizierte wissenschaftliche Arbeit zeigte auf, dass Cineol zu einer Verbesserung der Lungenfunktion und -gesundheit führen sowie Atemnot bei Asthma-Patienten reduzieren kann.

10. Geraniol

Geraniol besitzt stark antibakterielle, antimykotische und antiphlogistische Eigenschaften. Das macht Geraniol zu einem potentiell nützlichen Stoff für eine Vielzahl von therapeutischen Applikationen, wie durch zahlreiche wissenschaftliche Studien gezeigt wurde. Eine Studie aus dem Jahr 2005, hat gezeigt, dass Geraniol die Proliferation von MCF-7 Brustkrebszellen hemmt. Eine neue Studie aus dem Jahr 2016 zeigt auf, dass Geraniol das Wachstum von Prostatakrebszellen hemmen konnte, indem es die Expression der Hauptgene verändert hat, die bei der Zellproliferation involviert sind. Dies verhindert, dass sich Krebszellen in andere Bereiche des Körpers ausbreiten können. Geraniol zeigt eine starke entzündungshemmende Wirkung, die bei der Prävention und Behandlung von Infektionen helfen kann. Es hat sich auch gezeigt, dass es effektiv das Wachstum von bestimmten Pilzen hemmt. Außerdem verleihen ihm seine antiviralen Eigenschaften ein ausgewogenes Spektrum an therapeutischen Funktionen. Dies macht Geraniol zu einem potentiellen Mittel zur Behandlung einer großen Breite von Symptomen und Krankheiten, von einer gewöhnlichen Erkältung bis zu entzündlichen Erkrankungen.

Eine Studie in dem Journal of Neuroscience Research hat gezeigt, dass Geraniol auch neuroprotektiv wirkt. Was bedeutet, dass es bei der Erhaltung der Struktur und Funktion der Nervenzellen hilft. Das macht Geraniol besonders für die Behandlung von Neuropathie bei Menschen mit Diabetes interessant. Neuropathie ist eine Erkrankung, bei der Nervenschäden für Schmerzen, Taubheit und Schwäche in den Gliedmaßen sorgen können. Die Studie schlussfolgert, dass Geraniol “ein vielversprechender therapeutischer Kandidat bei der Behandlung von DN (diabetische Neuropathie) bei Menschen sein kann.

11. LIMONEN

Die Schalen von Zitronen, Orangen und anderen Zitrusfrüchten enthalten große Mengen dieses flüchtigen Monoterpens, das auch in vielen anderen Pflanzen wie Minze, Wacholder, Rosmarin und Piniennadeln zu finden ist. Nach Myrcen ist Limonen in den meisten Cannabissorten das zweithäufigste Terpen, was aber nicht bedeutet, dass alle Sorten zwangsläufig nach Zitrone riechen müssen. Eine seiner chemischen Varianten lässt Limonen vorwiegend einen Geruch wie Mandarinen verströmen, während eine andere Form wie Zitrone riecht und die nächste nach Grapefruit schmeckt.

Untersuchungen über den Synergieeffekt der in Cannabis steckenden Substanzen haben ergeben, dass Limonen die Synergien zwischen mehreren Cannabinoiden und anderen Terpenen aktiviert. Dieses Terpen wirkt positiv mit den Cannabinoiden THC-A, CBD-A, CBC-A, CBC, CBC, CBG und anderen Terpenen wie Caryophyllen und Linalool zusammen. Darüber hinaus erleichtert die durch Limonen verursachte erhöhte Zellpermeabilität die Assimilation anderer Substanzen durch den menschlichen Körper. Dieses Terpen scheint einen Nutzen als Antidepressivum oder Antikrebsmittel zu haben und kann mit seiner angstlösenden, immunstimulierenden, sowie antibakteriellen Wirkung einen großen therapeutischen Nutzen vorweisen. Es wird auch für Diäten zur Gewichtsreduktion, bei der Behandlung von Geschwüren und Magenreflux und als Antiseptikum eingesetzt. Derzeit werden Versuche durchgeführt, um die Eignung von Limonen für die Behandlung von Depressionen und Ängsten bewerten zu können. Limonen trägt dazu bei das Immunsystem des Körpers zu modulieren, woraus sich auch ein antikarzinogener Effekt ergibt.

Eine Studie veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2013 ermittelte eine Wirksamkeit von Limonen für die Eindämmung der Krebszellproliferation bzw. die Verringerung der Tumorgröße. Es handelte sich dabei um eine humanmedizinsiche Studie mit mehr als 40 Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert worden war. Limonen weist stark entzündungshemmende Eigenschaften auf, weshalb dieses Terpen eine vielversprechende Option bei der Behandlung von bestimmten Krebsformen darstellt. Eine Studie legt nahe, dass Limonen Tumore daran hindern könnte, in das umgebende gesunde Gewebe einzudringen, indem es ihre Fähigkeit verringert, neue Blutgefäße zu schaffen. Schließlich fand man auch heraus, dass dieses Terpen auch bei der Heilung von geschädigter Haut und bei der Regeneration von Zellgewebe eine Rolle spielt. Darüber hinaus kann Limonen eingesetzt werden, um Bronchitis zu behandeln.

12. Myrcen

Myrcen ist das am häufigsten vorkommendene Terpen in der Cannabispflanze. Es wird als eines der zehn primären Terpene klassifiziert. Myrcen ist für den typischen Geruch von Erde mit Moschusnoten veranwortlich, das stark an Gewürznelken erinnert. Darüber hinaus enthält Myrcen Fruchtaromen aus der roten Traube und Balsamico, mit einem Hauch von Schärfe. Bei Myrcen handelt es sich um ein Monoterpen, das ein wesentlicher Vorläufer für die Bildung von anderen sekundären Terpenen ist. Es hat sich herausgestellt, dass die Verbindung in einzelnen Sorten bis zu 50% des gesamten Terpengehaltes ausmacht. Sorten, die mehr als 0,5% Myrcen enthalten, werden am ehesten jene sedativen Effekte auslösen, die klassischerweise den Indicas zugeschrieben werden.Zu den potenziellen gesundheitlichen Nutzen von Myrcen gehören die Linderung chronischer Schmerzsymptome und Entzündungen.

Ein Bereich der Gesundheit, in dem Myrcen besonderes therapeutisches Potenzial zeigt, ist die Krebsbehandlung. CBD unterdrückt auf natürliche Weise eine übermäßige Zellproliferation und kann bei der Verringerung der Tumorgröße helfen.Darüber hinaus hat man Terpene als synergistische Verbindungen identifiziert, die zu einem komplexen phytocannabinoiden Milieu beitragen. Terpene arbeiten mit CBD, THC und anderen Cannabinoiden zusammen und erschaffen eine Vereinigung dieser Verbindungen, die als Gruppe bessere Ergebnisse erzielen, als sie es jeweils für sich allein könnten. Diese Theorie ist bekannt als “Synergieeffekt”, wobei es hier als notwendig angesehen wird, die Vollständigkeit der natürlichen Cannabisbausteine zu erhalten. Die Ergebnisse von Cannabis als gesundheitliche Ergänzung sind dann am effektivsten, wenn die Therapien mit ganzen Pflanzen durchgeführt werden, die mehr als nur Cannabinoide zu bieten haben.

13. Phytol

Phytol ist bekannt für sein grasiges Aroma und wird häufig als Vorstufe bei der Herstellung der synthetischen Vitamine E und K1 sowie als Lebensmittelzusatz verwendet. Therapeutisch kann dieses Terpen zur Verringerung von Entzündungen, Schmerzen und Angstzuständen eingesetzt werden. Darüber hinaus kann es auch als Antioxidans und Antitumormittel seinen Einsatz finden. Studien weisen darauf hin, dass Phytol bei Angstzuständen helfen kann, beruhigende Wirkungen bietet, die beim Schlafen helfen, und sogar als Antikonvulsivum wirken kann.

14. Valencen

Valencen ist ein Terpen, das zierlichen Aromen von Süße, Zitrus, Orange, Grapefruit, Mandarine, Gewürze und Holz. Dieses kräftige Terpen hat seinen Namen von den Valencia-Orangen, in denen es reichlich vorhanden ist. Es zeigte sich, dass das Molekül entzündungshemmende und antiallergische Eigenschaften besitzt. Außerdem hat es das Potenzial, Sonnenbrand auf der Haut zu lindern und kann die Wirksamkeit bestimmter Chemotherapeutika verbessern. Ein im Journal of Natural Products veröffentlichter Beitrag aus dem Jahr 2016 berichtet über die hautschützenden Eigenschaften von Valencen. UV-Strahlen der Sonne können aufgrund ihrer Durchdringungstiefe Entzündungen und Pigmentveränderungen der Haut verursachen. Dies kann zu Hautfaltenbildung und Melanogenese durch die Calzium-Ionenkanal-Aktivität führen. Die Forscher testeten Valencenmelanomzellen und fanden heraus, dass das Terpen therapeutische Effekte auf die UV-induzierte Lichtalterung haben kann. Eine in der Zeitschrift Archives of Pharmacal Research veröffentlichte Abhandlung aus dem Jahr 2011 befasste sich mit der antiallergischen Aktivität von Terpenen. Es wurde festgestellt, dass Valencen die stärkste antiallergische Wirkungen bei Mäusen aufzeigte.

15. Bisabolol

Bisabolol hat wegen seines Geschmacks und seiner Wirkung ein ansehnliches kommerzielles Interesse hervorgerufen und wird heute häufig in Kosmetika für empfindliche Haut, Kinderprodukten, Aftershaves, After-Sun-Produkten und topischen Anwendungen für gereizte Haut verwendet. Die antimykotischen und antibakteriellen Eigenschaften von Bisabolol werden neuerdings genau unter die Lupe genommen. Die fungizide und keimtötende Wirkung dieses Terpens wird gegen die bakterielle Infektion Staphylococcus aureus getestet, ebenso wie gegen häufige Pilzinfektionen. Die Resultate deuten auf seine Wirksamkeit in Kosmetika, Lebensmitteln und als ein Bestandteil von antimykotischen, topischen Anwendungen hin.

Andere Forschungen zeigen, dass Bisabolol besonders wirksam gegen zwei Arten von Candida ist, während eine weitere Studie herausfand, dass Bisabolol dem durch den Windelpilz verursachten oxidativen Stress entgegenwirkt. Darüber hinaus hat manche Forschung gezeigt, dass Bisabolol gegen Leber- und Milzparasiten so effektiv wie synthetische Medikamente ist. Die Forschung zeigt weiterhin, dass Bisabolol äußerst effektiv bei der Reduzierung von Entzündungsreaktionen ist, sowohl in kultivierten Zellen als auch über topische Anwendungen für die Haut. Ähnlich wie Cannabinoide kann Bisabolol an spezifische chemische Botenstoffe wie Entzündungsproteine binden und somit die Produktion von entzündlichen Cytokinen verringern.

Weitere Forschung hat aufgezeigt, dass Bisabolol auch gegen von Reizstoffen verursachte Entzündungen wirksam ist, selbst wenn es nicht gegen durch allergische Reaktionen ausgelöste Entzündung hilft. In Labortests verringerte die reduzierte Entzündung außerdem die Grade von wahrgenommenem Schmerz, was darauf hindeutet, dass Bisabolol als Schmerzmittel für die Linderung von durch Entzündung verursachte Schmerzen verwendet werden könnte. Neben seiner antioxidativen Wirkung, die auch nützlich für die Verhinderung von onkologischen Leiden sein könnte, lieferte eine Studie an menschlichen Zellen ex vivo den ersten Beleg, dass Bisabolol den Zelltod von Leukämie-Zellen fördert. Nachdem sie nachgewiesen hatten, dass aus Pflanzen stammendes Bisabolol in Zellgewebe gelangen und an eine proapoptotische Protein-Familie binden kann, untersuchten Forscher die Aktivität von Bisabolol in Leukämie-Zellen. Sie beobachteten, dass das Terpen über direkten Schaden der mitochondrialen Integrität von funktionsgestörten Zellen als proapoptotischer Wirkstoff agiert und so ihren Tod herbeiführt.

16. Ocimene

Ocimene sind Terpene, die in einer Vielzahl von Früchten und Kräutern vorkommen, einschließlich Minze, Petersilie, Pfeffer, Basilikum, Mango, Orchideen und Cannabis. Ihnen werden süße, krautartige und holzige Aromen zugesprochen. Es wird angenommen, dass Ocimene vielfältige medizinische Nutzen haben.  Sie sollen eine entzündungshemmende Wirkung besitzen, stark fungizide Eigenschaften und stark antivirale Eigenschaften aufweisen.

Flavonoide zählen zu einer Gruppe von Pflanzenchemikalien, die unter den Namen „Phyto-nährstoffe“ bekannt sind. Sie sind in beinahe allen Gemüse- und Fruchtsorten enthalten und in der Regel für die auffällige und ansprechende Farbe verantwortlich. Aber diese hochaktiven Substanzen können auch therapeutisch aktiv sein – und den Menschen, die sie konsumieren oder die sie topisch anwenden, gesundheitliche Vorteile bieten.  

Aufgrund der von den Flavonoiden gebotenen therapeutischen Vorteile sind sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil in vielen nutrazeutischen, pharmazeutischen, medizinischen und kosmetischen Anwendungen geworden. Es gibt über 6.000 verschieden Arten von Flavonoiden, die sich in sechs einzelne Kategorien einteilen lassen. 

Dazu zählen Anthocyanidine, Flavan-3-Ole, Flavonole, Flavone, Flavanone und Isoflavone.

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Natürlich enthält auch Cannabis diese wirkungsvollen Flavonoide. Die Untergruppe der in Cannabis gefundenen Flavonoide wird als „Cannaflavin“ bezeichnet. Zu Beginn der Forschung wurden diese in cannabis-spezifische Flavonoide eingeteilt, die als „Cannflavin A“ und 

„Cannflavin B“ bekannt sind. In den folgenden Jahren wurden etwa 20 weitere Flavonoide in Cannabis gefunden, die hauptsächlich zu den Unterklassen von „Flavon“ und „Flavonol“ gehören und Flavonoide wie Luteolin, Kaempferol und Quercetin enthalten.  

Cannaflavine können auch die Art und Weise verändern, wie ein bestimmter Cannabis-Stamm oder eine bestimmte Cannabis-Sorte sich auf den menschlichen Organismus auswirkt. Darüber hinaus können die Chemikalien in Cannabis auch unterschiedliche Effekte hervorrufen, je nachdem, welche Substanzen in der konsumierten Cannabismischung enthalten sind. Dies wird als „Entourage-Effekt“ bezeichnet und ist eine Bestätigung dafür, dass die aktiven Chemikalien von Cannabis synergetisch zusammenwirken, um Effekte zu erzielen, die nicht von nur einem ihrer Bestandteile allein erzeugt werden, wie es in üblichen synthetischen Medikamenten der Fall ist.

Bei so vielen verschiedenen Substanzen sind die möglichen Kombinationen, die einen Entourage-Effekt verursachen könnten, nahezu unendlich, und Flavonoide bilden da keine Ausnahme. Studien haben gezeigt, dass einige Flavonoide auch die Wirkung von THC verändern können, ähnlich wie CBD. Durch die Hemmung bestimmter Enzyme können diese Flavonoide einen Teil des Stoffwechsels von THC blockieren – und so das Gefühl und die Wirkung auf den menschlichen Körper verändern. Flavonoide haben ein nahezu unbeschränktes therapeutisches Potenzial. Die Forschung ist immer noch in den Kinderschuhen, wenn es um diese wenig erforschten Chemikalien in der Cannabispflanze geht, aber die durchgeführten Untersuchungen sind vielversprechend.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die unterschiedlichen Flavonoiden und ihre Eigenschaften hinsichtlich Farbe (als Text) und therapeutischen Nutzen auf.

 

Eigenschaften der Flavonoide

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Der Entourage-Effekt ist der vorgeschlagene Mechanismus, durch den die Substanzen in Cannabis synergetisch miteinander wirken, um unterschiedliche Effekte hervorzurufen. Laienhaft ausgedrückt besagt der Entourage-Effekt, dass der Cannabis-Phytokomplex (die Gruppe von Chemikalien innerhalb der Cannabispflanze) in Summe weitaus effektiver ist, als wenn eine Chemikalie isoliert verwendet wird.

Betrachtet man THC allein, so hat es das Potenzial, alle psychoaktiven Wirkungen, einschließlich Nebenwirkungen wie Angstzustände und Paranoia, in vollem Umfang hervorzurufen. Andererseits nimmt man von CBD an, dass es die „psychoaktive Obergrenze“ von THC vermittelt, wodurch das „High“ milder ausfällt und potenziell weniger Angst bewirkt.

Der Entourage-Effekt ist jedoch weit mehr als nur eine Wechselwirkung zwischen THC und CBD. Hierbei spielen auch alle anderen Cannabisverbindungen wie Terpene und Flavonoide eine wichtige Rolle für das komplette Wirkungsprofil der Pflanze. Dabei sind den Cannabinoiden die Terpene untergeordnet, aber spielen die nächstgrößte Rolle beim Entourage-Effekt.

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Freisetzung von Cannabinoiden

Die ideale Temperatur zum Verdampfen hängt von mehreren Faktoren ab. Jeder Verdampfer hat seine spezifischen Möglichkeiten, die Temperaturen einzustellen, mit denen Sie gewünschte Effekte erzielen können. Hierbei gibt es einige Faustregeln zu beachten. Die aktiven Bestandteile von Cannabis werden ab ca. 160°C verdampft. Die ideale Temperatur für die Verdampfung hängt von den persönlichen Präferenzen und der Wirkung verschiedener Cannabinoide ab, die man haben möchte. Wir empfehlen dabei eine Temperatur zwischen 160° und 210°C.

Terpene sind Verbindungen, die zusammen mit Flavonoiden den Geschmack und den Geruch von Cannabis verstärken. Mit steigender Temperatur verdampfen somit immer mehr Terpene. Ergänzend dazu wird mit Flavonoiden der sogenannte „Entourage-Effekt“ erzeugt, der bei entsprechender Siedetemperatur genutzt werden kann. Je niedriger die Temperatur, desto weniger werden also Terpene freigesetzt. Je höher die Temperatur, desto geringer ist das geschmackliche Erlebnis.

Wie jedes Medikament wirkt auch Cannabis unterschiedlich auf jeden Patienten. Hier geben wir Ihnen einige Anhaltspunkte, wie Sie Ihre Dosierung anhand Ihrer Wirkung bestimmen können:

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1. Größte psychedelische Wirkung

Für eine wirklich bewusstseinserweiternde Wirkung sollten Sie so viel THC, CBD, Myrcen, Limonen und β-Caryophyllen wie möglich freisetzen. Stellen Sie dazu Ihren Verdampfer auf maximal 180°C. Dadurch werden genau die richtigen Cannabinoide und Terpene verdampft, die für eine psychedelische Wirkung ausschlagend sind.

2. Bester Geschmack

Falls Sie auf der Suche nach dem besten Geschmackserlebnis sind, dann sollte der Verdampfer auf maximal 175°C eingestellt werden. Dies sorgt für einen vollen und intensiven Geschmacksschub ohne einen starken Hustenreiz auszulösen, der häufig bei höheren Temperaturen auftritt.

3. Aufputschend mit klaren Gedanken

Wenn Sie nach einem energischen, klaren Bewusstseinszustand suchen, stellen Sie Ihren Verdampfer auf 185°C ein. Dadurch wird sichergestellt, dass der Dampf so viel CBD wie möglich enthält. CBD wirkt den Nebenwirkungen von THC entgegen, sodass Sie sich nicht ängstlich oder paranoid fühlen und kein Schweregefühl aufkommt.

4. Größtmögliche Wirkung auf den Körper

Wenn Sie die größtmögliche Wirkung auf Ihren Körper ausüben möchten, sollte der Verdampfer auf 200°C eingestellt werden. Ab dieser Temperatur wird der Entourage-Effekt maximiert.

5. Beste medizinische Wirkung

CBD, CBN und CBC spielen eine wichtige Rolle bei der Verwendung von Cannabis als Medizin. Die Terpene Linalool und Humulen haben auch einige wesentliche medizinische Wirkungen, die nicht ausgeschlossen werden sollten. Um die beste medizinische Wirkung zu erhalten, sollten Sie die Temperatur auf 220°C bzw. 225°C einstellen. Dabei sollte man die Schwelle von 230°C nicht überschreiten, da ab dieser Temperatur die Verbrennung stattfindet und unerwünschte Nebenprodukte wie Benzol und Dioxine freigesetzt werden.

Die ideale Temperatur

Müsste man sich auf eine Temperatur festlegen, läge diese bei 210°C. Dieser Wert ist hoch genug, um die wichtigsten Cannabinoide und Terpene zu verdampfen, aber niedrig genug, um sie dabei nicht vollständig zu zerstören. Dennoch basiert die ideale Dampftemperatur weitgehend auf persönlichen Vorlieben. Wir empfehlen, mit 10-Grad-Schritten zu experimentieren, indem Sie unsere Siedepunkttabelle als Leitfaden verwenden. Am besten führen Sie ein Tagebuch über Ihre Erfahrungen. Wenn Sie einen Verdampfungsgrad erreichen, den Sie einfach nicht mögen, verringern Sie ihn um fünf Grad und versuchen Sie es erneut.

Konvektion und Konduktion sind Techniken der Erhitzung bestimmter Stoffe und stehen somit natürlich im engen Zusammenhang mit dem Dampfen. Schließlich müssen auch beim Verdampfen des Materials auf Temperatur kommen, sodass die entstehenden Dämpfe inhaliert werden können. Der gesundheitliche Vorteil beider Methoden im Vergleich zum herkömmlichen Rauchen liegt auf der Hand, schließlich dreht es sich hierbei lediglich um die Erhitzung, nicht um die Verbrennung der jeweiligen Inhaltsstoffe. Dabei werden keinerlei giftige Gase freigesetzt, die später in den Körper gelangen könnten.

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Konduktion bei Verdampfern für Blüten

Der Begriff Konduktion lässt sich wohl am besten mit ganz normalem Kochen verbinden, wo bestimmte Zutaten in einer Pfanne erhitzt werden. Bei diesem Vorgang haben die Stoffe also direkten Kontakt mit einer erhitzten Oberfläche. Beim Verdampfen geschieht dies über die elektrische Erwärmung der Oberfläche in der Kammer (die meistens auf Keramik besteht), in welche die zerkleinerten Blüten gegeben werden.

Diese erhitzte Oberfläche wird nun wiederum die Inhaltsstoffe erwärmen, bis diese Dämpfe produzieren, die vom Patienten letztendlich inhaliert werden. Der Vorteil dieser Methode liegt ganz klar darin, dass die Erhitzung sehr schnell verlaufen kann und dadurch das Gerät binnen kurzer Zeit einsatzfähig ist. Daher nutzen hauptsächlich kleinere sowie handlichere Geräte, die insbesondere für unterwegs gedacht sind, diese Art der Erhitzung. Weiterhin sind Geräte, die auf Konduktion vertrauen, meist um einiges preiswerter, da diese Methode schlicht und ergreifend einfacher zu bewerkstelligen ist als die der Konvektion. 

Konvektion bei Verdampfern für Blüten

Im Gegensatz zur Konduktion kommt es bei dieser Methode nicht zum direkten Kontakt zwischen Hitze-quelle und Inhaltsstoff. Vergleichbar mit einem Dampfgarer wird das komplette Innenleben der Kammer aufgrund warmer Luftströmungen erhitzt. Dadurch wird erreicht, dass eure Inhaltsstoffe optimal und gleichmäßig erhitzt werden und somit die bestmögliche und effizienteste Dampfentwicklung bieten.

Die Kosten für Verdampfer, die mit Konvektion arbeiten, sind weitaus höher als für Konduktionsverdampfer, besitzen allerdings eine höhere Qualität und Langlebigkeit. Aufgrund der gleichmäßigen Erhitzung können Patienten intensiveren Geschmack und eine größere Wirkung erwarten.

Doch auch die Methode der Konvektion bringt ein paar (wenige) Nachteile mit sich. Aufgrund der Erwärmung von Luftmassen, welche in die Kammer einströmen, dauert die Erhitzung weitaus länger als bei Geräten, die mit Konduktion arbeiten. Zusätzlich werden sich protzende Dampfer nicht wirklich freuen, denn die reine Dampfentwicklung ist weitaus geringer als bei der Konduktion.

 

cannabis-aerzte-Spektrum-Cannabis-Pflanze

 

 

Bei Produkten unter der Namensbezeichnung „Vollspektrum“ bleiben alle Hanfwirkstoffe bei der Produktion eines Öls erhalten. Dies schließt Terpene, Flavonoide und andere Cannabinoide wie CBC und CBN mit ein. Was und wie viel davon letztlich im Öl verarbeitet wird, ist sortenabhängig. Interessanterweise enthalten Vollspektrum-Öle ebenfalls THC, aber nicht annähernd genug, um eine psychedelische Wirkung zu verspüren. Aus Nutzhanf stammende Vollspektrum-Öle enthalten weniger als 0,2 – 0,3% THC (je nach Land), was garantiert, dass keine berauschende Wirkung hervorgerufen wird.

Hochwertige Öle sollten über eine superkritische CO2-Extraktion hergestellt werden. Unter Druck stehendes CO2 und niedrige Temperaturen nutzend, verwenden Extraktoren diese spezielle Methode, um Konzentrate mit über 90% verfügbarem Inhaltsstoffs (CBD) zu erhalten. Die günstigere Option dazu ist Ethanol-Extraktion, die nicht sehr effizient ist. Allerdings erhält am Ende beider Prozesse ein ausgezeichnetes Vollspektrum-CBD-Öl. 

Der einzige Unterschied zwischen den meisten Breitspektrum- und Vollspektrum-Ölen ist der THC-Gehalt. Dieser liegt bei Breitspektrum bei 0%. Für Isolat wird tatsächlich CBD von allen anderen Hanfbestandteilen mittels Chromatografie oder Kurzwegdestillation isoliert. Demnach bleibt lediglich CBD, ohne die anderen Cannabinoide – und erst recht ohne Terpene übrig. Dies kann anschließend mit einem Trägeröl wie bspw. Kokosöl (MCT) vermengt werden, um es aufnahmefähig zu machen. 

 

Vollspektrum & Breitspektrum

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