Cannabis als Medizin

Auf einer Karte listen wir deutschlandweit Ihren Arzt, Apotheke, Anwalt oder Großhändler, die mit Cannabis als Medizin zu tun haben.

FAQ

Fragen & Antworten zum Einsatz von Cannabis auf Rezept

Die Antwort ist – JA! Medizinische Verdampfer gelten als Applikationshilfen, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Da Vaporisatoren aber bisher nicht im Hilfsmittelkatalog stehen, ist die Beantragung der Kostenübernahme bei der Krankenkasse zwingend notwendig – ebenso wie die vorherige Genehmigung der Therapie mit Cannabisarzneimitteln.

>> Antrag für die Kostenübernahme als Hilfsmittel durch die Krankenkasse <<

Laut dem Tätigkeitsbericht des Bundesversicherungsamts (BVA) vom 29. August 2017 geht hervor, dass eine Kostenübernahme von Medizinischen Cannabis nur bei Erstverordnung erforderlich ist.

Die nachfolgenden Verordnungen hingegen liegen in der Verantwortung des behandelnden Arztes, dem Therapiehoheit zusteht. Das bedeutet: Vor dem ersten Cannabis Rezept muss die Krankenkasse die Behandlung genehmigen, danach nicht erneut.

Die Behörde wörtlich: „Versicherte sind hinsichtlich einer weiteren Versorgung im Rahmen des § 31 Abs. 6 SGB V nicht verpflichtet, weitere Anträge auf Genehmigung bei ihrer Krankenkasse zu stellen.

Wurde in der Vergangenheit bereits Anträge zur Kostenübernahme bewilligt, ist die Krankenkasse auch auch weiterhin dazu verpflichtet die Kosten zu übernehmen, die durch Ihre Therapie entstehen, solange es Ihr behandelnder Arzt/Ärztin für angemessen hält.

Somit ist von Ihrer Krankenkasse eine schriftliche Zusicherung zu erwarten, dass Sie keine erneute Anfrage zur Kostenübernahme für zukünftige Therapien mit Medizinisches Cannabis zu beantragen ist.

Unser höchstes Gut ist es, Ihnen über unsere Plattform diverse Apotheken mit den besten Preisen zugänglich zu machen, die Medizinisches Cannabis vertreiben. Dennoch ist es möglich, das von Seiten der Apotheken kein Bedarf für die Auflistung der Bestände oder auf der Karte besteht und Ihnen somit keine Apotheke in Ihrer unmittelbaren Umgebung angezeigt werden kann. Um Ihnen dahingehend mehr Auswahl anbieten zu können, investieren wir ebenfalls sehr viel Zeit für die Neuakquise von Apotheken.

Allerdings ist auch Ihr Engagement gefragt!

Sie kennen Apotheken in Ihrer Umgebung, die Medizinisches Cannabis vertreiben oder Sie sind sogar Patient und beziehen bereits Medizinisches Cannabis? Werben Sie Ihre Apotheken an und kassieren Sie 50 Euro von uns pro Anwerbung.

Bei diesem Quiz möchten wir einige Informationen zum Mehraufwand für Apotheken sammeln, die Medizinisches Cannabis vertreiben oder vertreiben möchten. Als Mitglied unserer Plattform ist es für Apotheken möglich, den steigenden Aufwand durch Online-Bestandspflege, Einsicht in Großhändlerbestände, Patientenfeedback uvm. weitestgehend zu mindern. Bei positiver Resonanz können wir zukünftig unsere Dienste für Patienten völlig kostenfrei anbieten.

Ihr Engagement ist zu diesem Thema unabdingbar.
Bitte teilen Sie die nachfolgenden Links überall!

Hier finden Sie mehr Informationen:
https://quiz.cannabis-aerzte.de/apothekenquiz/

Hier geht es zum Quiz für die Apotheke:
https://quiz.cannabis-aerzte.de/apothekenquiz-start/

Infomaterial herunterladen & ausdrucken:
Vorteile für Apotheken zum Ausdrucken

Die Plattform der Cannabis Ärzte vermittelt ausschließlich Mitgliedern fachspezifische Ärzte (wenn möglich) in ihrer Umgebung, die Cannabis bei entsprechender Indikation verordnen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie unser Cannabis Quiz bestehen und dafür in Frage kommen. Darüber hinaus wir vermitteln die nötigen Kompetenzen und Vorgehensweisen um Ihren Haus- oder Facharzt davon zu überzeugen, dass eine Behandlung mit Cannabis für Sie in Frage kommt. Dabei stellen wir Ihnen Leitfaden und Dokumente zur Verfügung und bei Wunsch eine vorgefertigte Empfehlung, die Ihrem behandelnden Arzt Arbeit erspart und Ihnen etwaige Behandlungsmöglichkeiten aufzeigt.

Wir haben unser Quiz für (mögliche) Patienten veröffentlicht.

Mit diesen Quiz können Sie prüfen, ob Sie für Medizinisches Cannabis in Frage kommen.
Im Anschluss erhalten Sie Ihren personalisierten Antrag für Cannabis als Medizin.
Für das Quiz müssen Sie vorab keine persönlichen Informationen angeben.

Hier geht es zum Quiz:
https://quiz.cannabis-aerzte.de/

Mit unserem Empfehlungsschreiben (anhand Ihrer Diagnose ) und dem Leitfaden ist es bei jedem Arzt in Ihrer Nähe möglich, dass Sie Medizinisches Cannabis verschrieben bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie unser Quiz bestehen und Ihr behandelnder Arzt BTM Rezepte ausstellen darf. https://quiz.cannabis-aerzte.de/ 

Mit dem am 10.03.2017 in Kraft getretenen „Cannabis-Gesetz“ entfällt das bisherige Erlaubnisverfahren nach § 3 Abs. 2 BtMG. Die vom BfArM erteilte Ausnahmeerlaubnis behält nach dem Inkrafttreten des Änderungsgesetzes aber nach Angaben des BfArM noch drei Monate ihre Gültigkeit.

Dürfen Sie als Cannabispatient (auch unter Medikation) Auto fahren?

Hinsichtlich der Beurteilung der Verkehrstauglichkeit von Patienten, die ärztlich verordnete cannabishaltige Arzneimittel einnehmen, ist die Rechtslage derzeit noch unklar. Die Bundesregierung begrüßt eine einheitliche Anwendung der Vorschriften. Die Anwendung und der Vollzug obliegen der Hoheit der Länder.
Um einen einheitlichen Vollzug zu gewährleisten, steht das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Dialog mit den Bundesländern.

Laut BfArM liegen hinsichtlich der Einnahme von Cannabis-Arzneimitteln keine ausreichend verlässlichen wissenschaftlichen Informationen vor, ob durch sie die Fähigkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen eingeschränkt ist. Insbesondere zu Beginn der Therapie sowie in der Eindosierungsphase sei aber von einer aktiven Teilnahme am Straßenverkehr abzuraten. Ob bei stabiler Dosierung die Teilnahme am Straßenverkehr möglich ist, solle in jedem Einzelfall nach Rücksprache mit den Patientinnen und Patienten entschieden werden.

Antwort der Bundesregierung zu diesem Thema:
Den Cannabispatientinnen und -patienten droht keine Sanktionierung gemäß des § 24a Absatz 2 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), wenn Cannabis aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.“ 

Mehr Informationen zu Cannabis und Führerschein finden Sie über folgenden Link:
https://www.cannabis-aerzte.de/fuehrerschein/

 

Der Patient sollte neben der üblichen Aufklärung vor Behandlungsbeginn über folgende Punkte aufgeklärt werden:

  • – Aufklärung über mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen der verordneten Cannabis-Arzneimittel,
  • – Mögliche Wechselwirkungen von Cannabis-Arzneimitteln mit anderen Arzneimitteln,
  • – Aufklärung über mögliche Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit,
  • – Hinweise zur Dosierung und Anwendungsart,
  • – Hinweise zur Lagerung, Beachtung einer kindersicheren Lagerung.

Das Gesetz macht keine eindeutigen Vorgaben für eine Verordnung anhand gewisser Erkrankungen.

Da für viele Krankheitsbilder noch keine ausreichenden Forschungsergebnisse zum Nutzen und zur Wirkung einer Behandlung mit cannabishaltigen Arzneimitteln vorliegen, führt das BfArM über einen Zeitraum von 60 Monaten eine nicht interventionelle wissenschaftliche Begleiterhebung der von den Krankenkassen genehmigten Behandlungen durch.

Mit Hilfe der anhand der Begleiterhebung gewonnenen Daten wird das BfArM einen Studienbericht erstellen, auf dessen Grundlage der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) anschließend innerhalb von sechs Monaten in einer Richtlinie das Nähere zur Leistungsgewährung regeln wird. Dies wird erst im Jahr 2022 der Fall sein.

Die Entscheidung, ob Cannabis als Medizin eingesetzt werden soll, liegt allein im Ermessen des Arztes in Absprache mit dem Patienten. Das wird natürlich nur der Fall sein, wenn der Arzt Hinweise auf eine Wirkung von Cannabis bei der entsprechenden Krankheit findet.

Es gibt also keinen expliziten Ausschlusskatalog von Krankheiten, für die medizinisches Cannabis angewendet werden kann.

Anhaltspunkt dafür kann die Liste von Krankheiten sein, für die das BfArM bis zur Gesetzesänderung Ausnahmegenehmigungen erteilt hat, die wir in unserem Diagnosekatalog veranschaulicht haben: ZUM DIAGNOSEKATALOG

Das Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften umfasst die Verordnung von Cannabis in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten in standardisierter Qualität und Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon (§ 31 Abs. 6 Satz 1 SGB V).

Cannabishaltige ArzneimittelVerfügbare Arzneimittel / Substanzen / CannabisblütenHöchstverschreibungsmengen
CannabisblütenHier finden Sie unsere Liste der Cannabis-Sorten100 000 mg / 30 Tage

(unabhängig vom THC-Gehalt)

Cannabisextrakte
  • – Ölige Cannabisölharz-Lösung 25 mg/ml Dronabinol (NRF 22.11.)
1 000 mg / 30 Tage *

 

Dronabinol (THC)Rezepturarzneimittel mit Dronabinol

  • ­- Ethanolische Dronabinol-Lösung 10 mg/ml zur Inhalation (NRF 22.16.)
  • – Dronabinol-Kapseln 2,5 mg / 5 mg / 10 mg (NRF 22.7.)
  • – Ölige Dronabinol-Tropfen 25 mg/ml (NRF 22.8.)
500 mg / 30 Tage *

 

Fertigarzneien   Sativex®1 000 mg / 30 Tage *
   Canemes®Nabilon in § 2 BtMVV ohne Angabe
   (Marinol®)500 mg / 30 Tage *

Das Gesetz sieht aktuell kaum Einschränkungen in den jeweiligen Facharztgruppen vor. Ausgenommen sind Tier- & Zahnärzte. Des Weiteren muss Ihr behandelnder Arzt über ein Erlaubnis zum Ausstellen von Betäubungsmitteln (nach § 3 Betäubungsmittelgesetz (BtMG)) besitzen.

Der Inhaber einer Erlaubnis übernimmt mit der Ausstellung der Erlaubnis bestimmte Pflichten. Dazu gehört gemäß § 17 BtMG das Führen von Aufzeichnungen und nach § 18 BtMG die Abgabe von halbjährlichen – bzw. für Anbauer jährlichen Meldungen.

Datenübermittlungspflicht

Der verordnende Arzt ist verpflichtet, die für die Begleiterhebung erforderlichen Daten dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in anonymisierter Form zu übermitteln.

Der Arzt hat den Erhebungsbogen elektronisch auszufüllen an das BfArM zu übermitteln, wenn:

  1. ein Jahr nach Beginn der Therapie vergangen ist (Stichtag: Genehmigung durch die Krankenkasse) oder
  2. die Therapie vor Ablauf eines Jahres beendet wurde.

Auszug § 4 Abs. 2 CanBV

Informationspflicht gegenüber dem Patienten

Gemäß § 3 Cannabis-Begleiterhebungs-Verordnung muss der Arzt den Versicherten vor der ersten Verordnung in einem persönlichen Gespräch über die Begleiterhebung und das vom BfArM vorgesehene Verfahren der anonymisierten Datenübermittlung informieren.

Das BfArM hat hierzu ein Informationsblatt erstellt, das dem Patienten auszuhändigen ist.

Weitere Informationspflicht gegenüber dem Patienten

Ferner ist der Arzt dazu verpflichtet, den Versicherten über die im Rahmen der Begleiterhebung an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in anonymisierter Form zu übermittelnden Daten zu informieren. Gemäß § 1 der Begleiterhebungsverordnung sind folgende Daten an das BfArM zu übermitteln:

  1. Alter zum Zeitpunkt des Therapiebeginns und Geschlecht der oder des Versicherten,
  2. Diagnose gemäß dem Diagnoseschlüssel ICD-10, die die Verordnung der Leistung begründet, sowie alle weiteren Diagnosen gemäß dem Diagnoseschlüssel ICD-10,
  3. Dauer der Erkrankung oder Symptomatik, die die Verordnung der Leistung begründet,
  4. Angaben zu vorherigen Therapien, einschließlich der Beendigungsgründe wie mangelnder Therapieerfolg, unverhältnismäßige Nebenwirkungen, Kontraindikation,
  5. Angaben, ob eine Erlaubnis nach § 3 Absatz 2 des Betäubungsmittelgesetzes zur ärztlich begleiteten Selbsttherapie mit Cannabis vorlag und ob von dieser Erlaubnis Gebrauch gemacht wurde,
  6. Fachrichtung der verordnenden Vertragsärztin oder des verordnenden Vertragsarztes,
  7. genaue Bezeichnung der verordneten Leistung,
  8. Dosierung, einschließlich Dosisanpassungen, und Art der Anwendung der verordneten Leistung,
  9. Therapiedauer mit der verordneten Leistung,
  10. Angabe parallel verordneter Leistungen wie Arzneimittel nach Wirkstoffen oder physikalische Therapien,
  11. Auswirkung der Therapie auf den Krankheits- oder Symptomverlauf,
  12. Angaben zu Nebenwirkungen, die während der Therapie mit verordneten Leistungen auftraten,
  13. gegebenenfalls Angabe von Gründen, die zur Beendigung der Therapie geführt haben,
  14. Angaben zur Entwicklung der Lebensqualität der oder des Versicherten.

Ein entsprechender Erhebungsbogen, der vom BfArM elektronisch zur Verfügung gestellt wird, kann über https://www.begleiterhebung.de/ aufgerufen werden.

Anders als in der GKV gibt es in der PKV keinen Genehmigungsvorbehalt für Cannabis-Arzneimittel. Die Private Krankenversicherung erstattet die Kosten für Cannabis-Arzneimittel ebenso wie für andere Arzneimittel entsprechend den Musterbedingungen, d. h. wenn die folgenden Vorgaben erfüllt sind:

  • – Es liegt eine ärztliche Verordnung vor.
  • – Der Patient hat das Arzneimittel aus einer Apotheke bezogen.
  • – Die Therapie ist im konkreten Fall medizinisch notwendig.
  • – Die Therapie entspricht den Regeln der Schulmedizin oder wird angewandt, weil keine schulmedizinischen Methoden oder Arzneimittel zur Verfügung stehen.

Zusätzlich müssen bei Cannabis-Arzneimitteln die Vorgaben des Betäubungsmittelgesetzes beachtet werden, damit die PKV die Kosten übernimmt.

Genehmigung durch die Krankenkasse

Bei der ersten Verordnung muss  von der zuständigen Krankenkasse des Versicherten zunächst eine Genehmigung eingeholt werden.

Den Antrag können Sie sich über unser Patientenquiz personalisiert erstellen lassen:
https://quiz.cannabis-aerzte.de/patientenantrag/

Entscheidungsfristen

Über den Antrag muss die Krankenkasse spätestens nach drei Wochen ab Antragseingang entschieden haben.

In Fällen, in denen die Krankenkasse eine gutachterliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes für erforderlich hält, verlängert sich diese Frist auf bis zu maximal fünf Wochen nach Antragseingang.

Bei Patienten, die sich in einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung gemäß § 37b SGB V befinden, ist die Genehmigungsfrist für die Krankenkasse auf drei Tage verkürzt (§ 31 Abs. 6 Satz 3 SGB V).

Ablehnungsgründe

Das Gesetz legt zudem fest, dass die Krankenkasse eine Genehmigung „nur in begründeten Ausnahmefällenablehnen darf.

Seit dem 10. März 2017 können Ärzte cannabishaltige Arzneimittel für Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung verordnen.

Für GKV-Versicherte besteht damit ein gesetzlicher Anspruch.

Aber:

Was bedeutet schwerwiegende Erkrankung ?

Welche Erkrankungen als „schwerwiegend“ zu bewerten sind, wird weder im Gesetzestext noch in der Gesetzesbegründung näher ausgeführt.

In anderen Kontexten des SGB V wird eine Krankheit jedoch dann als schwerwiegend verstanden, wenn sie lebensbedrohlich ist oder wenn sie aufgrund der Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörungen die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigt.

(vgl. § 34 Abs. 1 SGB V und § 35 Abs. 2 SGB V).

Doch:

Der § 31 Abs. 6 SGB V legt als weitere Voraussetzungen fest, dass

1. eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung:

a) nicht zur Verfügung steht oder

b) im Einzelfall nach der begründeten Einschätzung der/des behandelnden Vertragsarztes/-ärztin unter Abwägung der zu erwartenden Nebenwirkungen und unter Berücksichtigung des Krankheitszustandes der oder des Versicherten nicht zur Anwendung kommen kann

2. eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome besteht.

(Auszug § 31 Abs. 6 SGB V)

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Weshalb wurde Cannabis Ärzte ins Leben gerufen?

Das gesamte Cannabis Ärzte-Team besitzt mehrjährige Erfahrung im Gesundheitssektor mit Einblicken in nahezu jeden Bereich der Patientenbetreuung. Ganz gleich, ob Behandlung von Patienten im Krankenhaus oder in der Praxis, uns missfiel zunehmend, wie mit Patienten umgegangen wurde. Wie sie abgearbeitet und zum Teil einfach abgespeist oder allein gelassen wurden. Wir wissen also aus Erfahrung, was in der Patientenbetreuung alles falsch läuft.

Verbesserungen sind jedoch im Klinik- oder Praxisalltag entweder nicht gewollt oder können nur schwer umgesetzt werden. Wir erfuhren von jetzt auf gleich am eigenen Leib, wie alleingelassen man sich als Patient mitunter fühlt. Wie sehr man sich gerade in Notsituationen wünscht, von Ärzten umfassend informiert zu werden, an die Hand genommen zu werden. Oder einfach die mündliche Versicherung zu erhalten, dass man sich um uns kümmern und alle Hebel in Bewegung setzen werde, um diese schwere Zeit zu überstehen.
Leider blieb es bei diesem Wunschdenken.

Ein Familienmitglied erhielt nachmittags ohne jegliche Emotion des übermittelnden Arztes am Telefon eine Krebsdiagnose. Es war ein reiner Zufallsbefund, der im Rahmen einer Routinekontrolle festgestellt wurde. Weitere Informationen erhielt sie während dieses Telefonats nicht. Durch den Erhalt einer Krebsdiagnose wird einem zunächst einmal gehörig der Boden unter den Füßen weggerissen. Zum einen ist man mit furchtbarer Angst konfrontiert, zum anderen stellt man sich unzählige Fragen. Was genau diese Diagnose für einen bedeutet. Wie es weitergeht. Wie die Überlebenschancen sind. Wie man nach hoffentlich erfolgreicher Therapie sein Leben bestreiten kann.

Doch all diese Fragen beantwortet einem weder der Arzt am Telefon, noch sonst irgendjemand an einem Mittwochnachmittag.
Man steht mit dieser absoluten Ausnahmesituation allein da und dabei könnte es so helfen, wenn man Antworten auf diese Fragen bekäme. Und zwar nicht erst, wenn man eine Woche später den Aufnahmetermin im Krankenhaus hat, sondern wenn man den ersten Schock verdaut hat und Antworten auf diese Fragen erhalten möchte.

Uns ging es nun so, dass wir den Vorteil eines medizinischen Hintergrundes hatten. Insofern konnten wir uns informieren, ohne auf die Gesprächsfreudigkeit eines Arztes angewiesen zu sein. Im Laufe der nächsten Monate sahen wir uns nun aber fast täglich mit den Schwachstellen des Gesundheitssystems konfrontiert.

Wir sahen, wie Fehler begangen wurden, die einem Nichtmediziner niemals auffallen würden. Wir sahen, wie man als Patient oder Angehöriger kaum die Möglichkeit bekommt, seine Fragen zu stellen, geschweige denn eine zufriedenstellende Antwort zu erhalten. Wir sahen, wie Fehldiagnosen gestellt wurden, weil zu viele Ärzte nicht über den Tellerrand ihres Fachgebietes hinausblicken, nur Scheuklappen tragen und nichts Neues ausprobieren. Wir sahen, wie es unser Familienmitglied Tag für Tag schlechter ging, dagegen aber nichts unternommen wurde, weil sowohl Ärzte als auch Pflegschaft nicht weiterwussten. Wir sahen mehrfach, wie man nach gewisser Liegedauer völlig unabhängig vom gesundheitlichen Zustand einfach entlassen wird. Mal, weil die behandelnden Ärzte nicht mehr weiterwissen. Mal, um zum Sterben nach Hause geschickt zu werden.

Wir sahen, wie völlig unqualifizierte Assistenzärzte auf Intensivstationen nicht auch nur ansatzweise in der Lage sind, auf Notfälle zu reagieren, sich dann herausreden und die Patienten nebst Angehörigen für dumm verkaufen. Wir sahen, wie niedergelassene Ärzte zum Teil haarsträubende Fehler begehen und damit das Leben ihrer Patienten aufs Spiel setzen, weil sie auf dem Wissensstand von vor zwanzig Jahren stehen geblieben sind. Wir sahen, wie völlig realitätsfremde Entscheidungen von Sachbearbeitern am Schreibtisch über Krankengeldbezug, Pflegegrad, Grad der Schwerbehinderung oder Erstattung von Arztrechnungen etc. bestimmen. Wir sahen, dass man selbst von Hausärzten nach vielen Jahren der Behandlung im Stich gelassen wird, weil die weitere Betreuung zu komplex ist, die benötigten Medikamente zu teuer für das Praxisbudget sind und der gesamte Krankheitsfall einfach zu viel Zeit frisst.

Und wir stellten uns immer wieder die Frage, wie Patienten beziehungsweise deren Angehörige diese Situationen bewältigen, wenn sie keinen medizinischen Hintergrund haben?
Daher ist es uns ein persönliches Anliegen, Ratsuchenden durch die umfängliche Cannabis-Ärzte-Betreuung helfen zu können. Wir wissen genau, wie hilf- und machtlos man sich in diesen Situationen fühlt und wodurch man Hilfe erfahren kann Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es sich lohnt Befunde, Diagnosen, Therapien und dergleichen zu hinterfragen und zu kämpfen, auch wenn die Dinge als aussichtslos dargestellt werden.

Unser Familienmitglied kann mittlerweile wieder das Leben bestreiten und das alleine durch eine Heilpflanze namens Cannabis, die immer wieder als Droge beschimpft wird. Auch wenn man von Ärzten mehrfach aufgegeben wurde und wir sogar zum Abschiednehmen ins Krankenhaus zitiert wurden – wir haben wie die Löwen gekämpft und genießen nun jeden Tag den Erfolg davon.

Wir können das Gesundheitssystem leider nicht ändern. Wir können aber durch Cannabis Ärzte unsere Hilfe, unseren Beistand und unsere Beratung anbieten, um Ratsuchenden beizustehen, wenn sie Fragen haben. Es geht nämlich um das Wichtigste, was wir haben – unsere Gesundheit.

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